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"Wie kann ich Milchschorf/neurodermitis behandeln?"

Anonym

Frage vom 07.04.2006

Ein herzliches Hallo,
verbunden wieder mal mit einer Frage zum Milchschorf/Neurodermitis.
Mein Kleiner wird gerade acht Wochen alt und hat seit etwas mehr als zwei Wochen trockene rote Wangen, Kinn und Stirn und ein schuppiges Köpfchen. Als ich zu meiner Ärztin ging, verschrieb sie mir sogleich eine kortisonhaltige Salbe, fragte mich gleich nach den Waschgewohnheiten aus, sagte, ich solle das Kind jeden Tag baden (was für mich widersprüchlich zur trockenen Haut ist.) Ich war ziemlich skeptisch, und fragte deshalb meine Hebamme, auf die ich große Stücke halte. Sie riet mir von dem Kortison ab und gab mir ein homoöpathisches Mittel (Sulfur). Das hat bisher nicht geholfen. Durch Gespräche mit anderen Muttis kam ich darauf, dass es Milchschorf sein könnte, war aber sehr verunsichert, denn das hätten mir doch die Ärztin und die Hebamme gesagt??? Im Internet fand ich ein Foto von einem "Milchschorfkind" mit roten Bäckchen und ich fand, das sah genauso aus, wie bei meinem Spatz.
Ich verzichtete weiter auf die Kortisonsalbe und auch aufs tägliche Baden und cremte den Kleinen mit WeledaCalendula. Es wurde kurz besser und ist jetzt wieder schlimmer. Also fragte ich heute meine Hebamme gezielt, ob es nicht Milchschorf sein könne und ich mir keine Sorgen zu machen bräuchte. Die Hebamme sagte, nein, das denkt sie nicht, das wäre ja alles trocken (und Milchschorf sei fettig) und außerdem ist es fast im ganzen Gesicht, und das ist Milchschorf nicht. (das habe ich aber auch schon anders gehört.)
Jetzt bin ich total verunsichert und fürchte, es ist Neurodermitis, hoffe weiterhin auf "normalen" Milchschorf und weiß nicht, was ich dem Kind am Besten tue...! Hilfe, ich brauche einen Rat!!!

Antwort vom 08.04.2006

Hallo, gerade Hauterkrankungen sind viel besser zu beurteilen, wenn man sie auch sieht und nicht nur beschrieben bekommt. Wenn zwei Fachfrauen der Meinung sind, dass es sich nicht um Milchschorf handelt, würde ich dem daher erst mal glauben. Dass die Haut mit täglichem Bad besser wird, kann ich mir auch nicht vorstellen und Cortison würde ich nur im Notfall anwenden. Wenn Ihr Kind nicht unter starkem Juckreiz leidet, können Sie Hautpflege und Behandlung in Ruhe angehen. Bei den meisten Hauterkrankungen gibt es kein Allheilmittel, das bei allen gleich hilft. Ihnen bleibt nur die Möglichkeit verschiedene Methoden auszuprobieren. Manchmal wird es eine zeitlang besser mit einem Mittel und dann wirkt ein anderes besser. Sie können Linola Fettcreme probieren oder eine Weile gar nichts machen. Sie können auch mal probieren, ob es mit täglicher Wäsche besser wird. Eine Methode sollten Sie mindestens eine Woche (besser länger) durchgehend anwenden, bevor Sie das nächste ausprobieren. Sie schreiben nichts über die Ernährung Ihres Kindes. Falls Sie künstliche Milch geben, käme auch eine Reaktion auf Kuhmilch als Ursache für die Hautveränderungen in Betracht. Ein Hautarzt und Allergologe kann Ihnen eventuell weiterhelfen.
Alles Gute, Monika

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