Themenbereich: Kaiserschnitt

"Kaiserschnitt bei Thrombose?"

Anonym

Frage vom 18.05.2006

Hallo liebe Hebammen,

vielleicht wißt ihr Rat bezüglich Thrombose und Schwangerschaft:

Ich habe mir in der 24 ssw eine tiefe Beckenvenenthrombose eingefangen und spritze seitdem Heparin. Das klappt auch alles wunderbar und ich habe keine Schmerzen mehr. Nun mache ich mir Gedanken über die Geburt. Ich habe diesbezüglich verschiedene schwammige Meinungen gehört bzw. gelesen:
Meine FA spricht sich zu 95% für einen KS aus, da bei einer normalen Geburt angeblich der Pressvorgang den Thrombus loslösen könnte.
Da mein Kleiner sowieso noch in BEL liegt (30ssw) kann ich mir kaum vorstellen, dass eine vaginale Geburt möglich wäre, oder? Ich meine wegen der Anstrengung und sonstigen Risiken. (Außerdem habe ich eine herzförmige GM und weiß, dass in diesem Fall BEL normal ist?)
Wäre denn im Falle eines KS eine PDA möglich? Ich würde wenigstens ein wenig von der Geburt mitkriegen wollen. Oder geht das nicht wegen des Heparins?
Fragen über Fragen...

Habt ihr da irgendwelche Erfahrungen? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
Danke schon mal und liebe Grüße,
Kathi

Antwort vom 19.05.2006

Hallo, eine Operation bringt immer ein größeres Thromboserisoko mit sich als eine normale Geburt. Von daher wäre eine normale Geburt besser. Abweichungen in der Gebärmutterform können dazu führen, dass sich das Kind nicht in Schädellage drehen kann. Ob dann ein Kaiserschnitt besser ist, lässt sich nicht sagen. In den meisten Kliniken wird bei BEL grundsätzlich ein Kaiserschnitt gemacht, was aber nicht zu besseren Ergebnissen bei den Kindern führt. Häufiger gibt es bei herzförmigen Gebärmüttern auch Wehenstörungen, je nach Ausprägung, aber das ließe sich abwarten. Insgesamt muss bei der Kombination individuell abgewogen werden was besser ist für Sie und das geht eigentlich erst gegen Ende der Schwangerschaft. Sprechen Sie mit der Klinik, in der Sie Ihr Kind bekommen möchten. Wahrscheinlich müssen Sie sich auf alles einstellen. Eine PDA ist möglich, wenn die Gerinnung mit dem Heparin gut eingestellt ist. Die Blutgerinnung sollte sowieso so eingestellt sein, dass keine wesentlich erhöhte Blutungsneigung besteht, weil sonst ja auch der Blutverlust durch die OP größer sein könnte. Lassen Sie sich alles gut erklären. Bei den letztendlichen Entscheidungen für oder gegen eine Maßnahme müssen Sie auch selbst abwägen welchen Weg Sie gehen möchten. Sie können sich auch noch mal mit ener Hebmame vor Ort besprechen.
Ich wünsch Ihnen alles Gute, Monika

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