Themenbereich: Schlafen

"wieviel sollte mein Sohn tagsüber schlafen?"

Anonym

Frage vom 25.05.2006

liebe hebamme
mein sohn ist 3 monate und hat bis vorletzte woche nachts sehr gut geschlafen, er hat sogar bereits ein paar mal durchgeschlafen. seit knapp 2 wochen schläft er nur noch nach heftigen Schreien ein, das ungefähr jedes mal 10 minuten dauert. Ich habe versucht ihn aus seinem bettchen rauszunehmen und zu trösten, aber auf dem arm überstreckt er sich und schreit genauso weiter. Mein Sohn ist ein absoluter Bauchschläfer, zumindest bislang, kann es vielleicht sein, dass ihm die Bauchlage nicht mehr gefüllt? Ausserdem ist er ein Sensibelchen, der meiner Meinung nach auch schnell überreizt ist. Er hat keinen natürlichen Filter, d.h. er kann nicht selber abschalten sondern ist wirklich darauf angewiesen, dass ich ihn ins Bett packe und er dort zu Ruhe kommt. Als er die Nächte durchgeschlafen hat, hat er allerdings tagsüber länger durchgehalten und insgesamt nur 3-4 Stunden geschlafen. Momentan schläft er fast 6 Stunden tagsüber, da er nach 1 bis 1,5 Stunden müde wird und ich ihn dann ins Bett lege um zu vermeiden, dass er total überdreht ist. Dafür schläft er natürlich jetzt nachts viel unruhiger und hat mich letzte Nacht stündlich geweckt. Und dadurch dass er tagsüber so schnell müde ist, weiss ich auch nie, ob ich ihn zum stillen dann vorher anlegen soll oder ihn erst hinlegen soll und dafür riskiere dass er nur eine halbe stunde schlaft - und ich ihn dann mit dem ganzen Gebrüll wieder kurz danach hinlegen muss. Und machen Kurse wie Pekip und Babyschwimmen überhaupt Sinn? Denn beim ersten Kurs hat er natürlich die ganze Zeit geschlafen, da ich ihn vorher wecken musste und er dann direkt nach 5 Minuten wieder müde wurde...Davon abgesehen hat mein Mann den Kleinen gestern erstmals wieder seit 2 WOchen ins Bett gebracht und komischerweise hat es da ohne Schreien mit dem Einschlafen geklappt. Für einen Tipp oder Anregung zu den Einschlafproblemen bzw. wieviel mein SOhn auch tagsüber schlafen sollte wäre ich sehr dankbar.
Liebe Grüsse!

Anonym

Antwort vom 25.05.2006

Hallo,

für Einschlafprobleme kann es viele Gründe geben. Ein paar davon haben Sie ja selber schon genannt. Insgesamt dauert es aber manchmal 6 Monate, bis sich der Schlafrhythmus deutlich verbessert.Es wäre sinnvoll, wenn Der Kleine schreit, nach 2 minuten hinzugehn ihn zu trösten und dann das Zimmer wieder zu verlassen.Beim nächsten Mal warten Sie eine Minute länger.Das kostet etwas Kraft, gibt dem Kleinen aber Gelegenheit, selber Möglichkeiten zu finden , zur Ruhe zu kommen. Indem Sie hingehn, spürt er , dass Sie für ihn da sind. Ob Sie den Kleinen vorher anlegen sollten, hängt davon ab, ob er Hunger haben kann, bzw wann er zuletzt getrunken hat. Dass das Einschlafen beim Vater besser klappt, ist häufig und hat damit zu tun, dass das Kind weiss, dass es dort nicht gestillt werden kann. Vielleicht ist ihr Mann momentan ruhiger, da er weniger oft das Geschrei mitbekommt.
Dass Kurszeiten wie bei Pekip und Babyschwimmen nicht immer im Einklang mit dem Rhythmus des Kindes sind, ist klar. Wenn Sie den Kleinen einmal wöchentlich aus seinem Rhythmus wecken, ist nicht so tragisch. Auch nicht wenn er den Kurs mal verschläft. Spass wird er in mancher Stunde trotzdem noch haben. Grundsätzlich sollte die Kurszeit aber in etwa in den Familenrhythmus passen. Sie klingen etwas gestresst. Es ist aber ganz normal, dass es noch nicht alles so optimal klappt.Babys haben gute und schlechte Phasen.Eine Möglichkeit wäre, jetzt öfters Ihrem Mann das Einschlafritual zu überlassen.
Karin Lauffs

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