Themenbereich: Kinderwunsch allgemein

"Soll ich Uterogest nehmen?"

Anonym

Frage vom 09.06.2006

Hallo liebes Team, erstmal ein großes Kompliment für Ihre Seite!! Ich bin durch meinen FA verunsichert und haette gern Ihren Rat:
Ich habe eine 3-jaehrige Tochter und wir wuenschen uns ein 2. Kind. Ich bin jetzt im 3. Zyklus pp. Im ersten Zyklus (29 Tage) habe ich vom 13.-16. ZT deutlich einen Mittelschmerz gespuert und war einige Tage spaeter beim FA zur jaehrlichen Vorsorge. Dabei wurde auch US gemacht und dort war ein reifes Follikel zu sehen?! In diesen Tagen fuehlte ich mich wie schwanger, Müdigkeit, starke Uebelkeit, ungewoehnliche Essensgelueste. 10 Tage nach der Untersuchung kam meine erste pp-Blutung, die ungewöhnlich stark und lange (8 Tage) und schmerzhaft war. Mein 2. Zyklus war mit 25 Tagen etwas kuerzer und die Blutung war ebenfalls sehr stark und 6 Tage lang. In der 2. Zyklushälfte hatte ich wieder Spannungsschmerzen und Übelkeit.
Ich habe meinem FA das gestern geschildert und er hat mir Utrogest verschrieben, dass ich vom 15. ZT 10 Tage lang nehmen soll. Dadurch würden sich meine Zyklusbeschwerden mindern. Und für eine evtl. eintretende SS sei das nicht gefaehrlich. Er hat keine weitere Untersuchung wie Hormonstatus oder aehnliches gemacht. Lediglich nochmal US, weil ich die letzten Tage wieder sehr heftige stechende Spannungsschmerzen linksseitig im Unterleib hatte und er eine Entzuendung ausschließen wollte. Er meinte, links der Eierstock sei leer und rechts mehrere kleine Follikele.
Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob Utrogest das richtige für mich ist. Ich haette lieber etwas pflanzliches oder homoeopathisches gehabt, aber mein FA kennt sich damit wohl nicht aus. Und das was ich im Internet zu Utrogest gefunden habe, passt doch irgendwie nicht zu meinem Problem, oder?
Was würden Sie mir raten? Koennen Sie mir stattdessen etwas naturheilkundliches empfehlen, um die Zyklusbeschwerden zu mindern? Und warum passen die US-Ergebnisse nicht zu meinem Gefuehl Mittelschmerz etc.?
Vielen Dank!

Antwort vom 09.06.2006

Hallo, Uterogest zählt nicht zu den Mitteln, deren Wirksamkeit eindeutig bewiesen ist. Ich persönlich würde es nicht nehmen, schon gar nicht wegen Zyklusbeschwerden. Es kann sein, dass Sie die ganz normalen Begleiterscheinungen eines hormonell unbeeinflussten Zyklusses merken. Mit Pille verläuft der Zyklus einfach anders. Sie könnten versuchen, ob Sie besser zurecht kommen, wenn Sie ein Mönchspfefferprodukt nehmen (z.B. Agnucaston). Ansonsten käe auch eine homöopathische Behandlung in Frage. Die Mittelauswahl bedarf aber einer näheren Befragung und Recherche, so dass das Mittel auch zu Ihnen passt. Sie können sich dafür an einen homöopathisch arbeitenden Arzt wenden oder einen guten heilpraktiker. Die Ergebnisse des Ultraschalls würde ich nicht überbewerten. Sie passen oft nicht zu dem was anders festgestellt wird. Wenn Sie wissen möchten wann genau Ihr Eisprung ist, sollten Sie die Temperaturmessmethode anwenden zur Feststellung. Wahrscheinlich wird es eine Weile dauern bis sich Ihr Zyklus und Ihr Eisprung nach der Pille wieder ganz normalisiert haben.
Alles Gute, Monika

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