Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"wie stell ich Veränderungen am Muttermund fest?"

Anonym

Frage vom 20.06.2006

Liebes Hebammen-Team, Ich bin in der 31.SSW und habe eine Frage bezüglich des Ertastens des MuMu. Meine Vorsorge mache ich seit der 20 Woche bei Hebammen, nicht mehr beim FA, bin ich noch nie vaginal untersucht worden, deswegen interessiert dies mich, obwohl es eigentlich keinen Grund zur besorgnis gibt. Aber wenn ich selbst versuche den MuMu zu ertasten oder mein Partner, was und wie fühlt man dort, wie stell ich fest wie lang er ist, ob er zu ist oder auf? Termin hab ich erst wieder in einer Woche. Wie wichtig ist eigentlich der letzte US in der 29.-32.SSW? Den würde es bei mir ja praktisch auch nicht geben. Mit bestem Dank im Vorraus.

Anonym

Antwort vom 21.06.2006

Hallo, der Muttermund ist in der Schwangerschaft extra nach hinten gekippt, so dass es sehr schwierig sein kann, überhaupt an ihn ranzukommen. Er fühlt sich an wie ein 3-4 cm langer Zapfen, der zwar glitschig ist, aber im Kern hart. Am untersten Ende kann man eine kleine verschlossene harte Kuhle ertasten. Je schlechter man drankommt, desto besser; dann ist er verschlossen und noch weit nach hinten gekippt. Gegen Ende der Schwangerschaft- meistens in den letzten 1-4 Wochen- wird er weicher, öffnet sich schon etwas, verkürzt sich und kommt langsam nach vorne, sodass dann unter der Geburt die Kraft und der Druck der Wehen ihn noch weiter öffnen können.
Der sog. 3.US, der in Deutschland laut Mutterpass standartmäßig zw. der 29.-32.SSW vorgesehen ist, bringt erwiesenermaßen kein besseres Ergebnis für Mutter und Kind! Sie brauchen sich also nicht zu wundern, wenn Sie dafür von Ihrer Hebamme nicht zum Arzt geschickt werden. Der Mutterpaß wie auch die Mutterschaftsrichtlinien gehören schon eine ganze Weile den internationalen Erkenntnissen angeglichen, darunter fällt auch der 3.US ohne Indikation. Alles Gute weiterhin! Barbara

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