Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Trotz steigender HCG-Werte nichts zu sehen"

Anonym

Frage vom 21.07.2006

Hallo liebes Hebammen Team,

ich habe folgendes "Problem". Die Pille habe ich November 2005 abgesetzt. Meine letzte Periode war am 31.5., wobei das nicht genau zu definieren ist, da ich am Anfang immer nur ganz leichte Schmierblutungen hatte. So konnte es passieren, dass meine Tage erst richtig einsetzten als eigentlich schon Zeit für den Eisprung war. Daher kann ich auch nur schwer sagen, wie lange ein Zyklus normalerweise dauerte. Etwa zwischen 25 - 27 Tagen, zuletzt jedoch 30 Tage. Ich bekam Mönchspfeffer, wodurch es sich besserte. Die Zeugung war entweder am 11.6. oder am 17.6. Am 6.7. habe ich einen Schwangerschaftstest gemacht, der positiv war und mir einen Termin beim Arzt am 12.7. geben lassen (jetzt weiss ich, dass das zu früh war). Ich war jedoch erstmalig schon am 7.7. dort, da ich schmierige Zwischenblutungen hatte und die Ärztin das sofort abklären wollte (bin Rhesus Negativ). Auf dem Ultraschall hat man noch nicht viel gesehen. Nun war ich insgesamt schon 4 Mal beim Ultraschall, das letzte Mal gestern und ausser einer Fruchthöhle, die sich etwas vergrössert hat, sieht man nichts. 2 Mal schon meinte die Ärztin, das wird wohl nichts und riet mir zu einer Ausschabung. Allerdings bekam ich jedes Mal nachmittags einen Anruf und sie berichtete, dass der HCG Wert sich sehr gut entwickelt (von 7.000 auf 13.000), womit sie überhaupt nicht gerechnet hat und wir doch noch abwarten sollten. Sie sagt mit ihrem Gerät müsste sie schon längst etwas sehen im Ultraschall, da ich ja doch in der 7. Woche sein müsse. Es ist ihr ein Rätsel, warum man im Ultraschall nichts erkennt, der HCG Wert aber konstant steigt. Am Montag bin ich wieder dort. Eigentlich wollte ich länger warten, aber meiner Ärztin ist es lieber so. Kann das noch eine normale Entwicklung sein? Eine Eileiterschwangerschaft kommt wohl nicht in Frage. Sie konnte keine Probleme erkennen und auch keine Flüssigkeit im Bauchbereich. Beschwerden in Form von Krämpfen oder Blutungen habe ich auch nicht. Wenn man am Montag wieder nichts sieht, möchte sie eine 2. Meinung. Wenn der HCG Wert sinken sollte, rät sie zur Ausschabung. Auch hat sie mich gefragt, ob bei uns Mehrlingsgeburten in der Familie liegen (väterlicherseits 2x Zwillinge), da man 1 grosse und 1-2 kleine Fruchthöhlen erkennen kann.

Was sagen Sie denn nun dazu? Danke für Ihre Antwort.

Antwort vom 21.07.2006

Hallo, ich muss Ihnen recht geben, Sie sind zu früh und zu häufig untersucht worden. Mit so wenigen Tagen Abstand ist ja nun kein explosionsartiges Wachstum zu erwarten. Wenn eine Eileiterschwangerschaft ausgeschlossen wurde (was ja inzwischen sicher ist) dann besteht kein weiterer Grund nun so häufig nachzusehen. Der HCG-Wert steigt, das ist ein gutes Zeichen, aber auch keine Notwendigkeit diesen nun dauernd zu überprüfen. Wenn mehrere Fruchtblasen sichtbar sind, dann kann es sein, dass mehrere Kinder angelegt sind, es kann aber auch gut sein, dass sich dann nur in einer ein Kind entwickelt. Auch das lässt sich noch früh genug feststellen nach einem gewissen Abstand zum nächsten Ultraschall.
Da Ihre Periode ja nicht so ganz zuverlässig war und es auch nicht so lange her ist, dass Sie die Pille genommen haben, wäre es gut möglich, dass die Schwangerschaft erst später entstanden ist, als nach der letzten Periode zu vermuten wäre. Dann dauert es auch dementsprechend länger bis etwas zu sehen ist. Ich würde Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt auf keinen fall zu einer Ausschabung raten. Selbst wenn sich kein Kind entwickeln sollte (was nicht gesagt ist) dann bestehtünde kein Grund zur Eile. Normalerweise setzt ein natürlicher Abgang ein, wenn der HCG-Wert deutlich absinkt. Ich halte das für besser als eine Ausschabung zu bekommen, die ja immerhin auch einen Eingriff darstellt. Das würden Sie dann selbst merken (durch Blutungen). Es ist nicht notwendig, dass so viele Untersuchungen stattfinden, die so ein Ereignis ein wenig vorhersagen könnten. Die Untersuchungsergebnisse selbst verunsichern Sie unnötig und ändern am Ergebnis auch gar nichts. Der einzige Effekt bis jetzt dürfte sein, dass Sie permanent in Unsicherheit und Zweifel leben müssen. Das ist schade, weil Ihnen damit die Freude über die Schwangerschaft getrübt wird. In den meisten Fällen stellt sich später dann raus, dass doch alles in Ordnung ist und wenn nicht, können Sie das auch selbst merken, wenn es wirklich soweit ist.
Wenn Sie selbst lieber länger warten wollen bis zur nächsten Untersuchung, dann sagen Sie den nächsten Termin einfach ab. Es geht doch nicht darum, dass Sie die Ärztin zufriedenstellen.
Alles Gute, Monika

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