Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"wie stelle ich fest, dass mein Kind ausreichend versorgt wird?"

Anonym

Frage vom 28.07.2006

Plazenta-Calcinose: Liebes Hebammenteam, mein Frauenarzt hat bei mir, 40, 35SW, eine zunehmende Plazenta-Verkalkung festgestellt. Alle Werte in CTG, Ultraschall und sonstige Parameter sind jedoch ok. Fruchtwasser ein bischen wenig. Ich habe mich kundig gemacht und herausgefunden, dass eine Verkalkung gegebenenfalls zu einer Plazenta-Insuffizienz führen kann. Jetzt meine Frage: Auch, wenn ich jetzt engmaschigeren Untersuchungen unterzogen werde, wie kann ich für mich und mein Baby feststellen, wenn etwas nicht mehr in Ordnung sein sollte? Wenn es z.B. keinen oder zu wenig Sauerstoff bekommt? Gibt es hierbei irgendwelche Warnzeichen, die einem alarmieren und warnen können ? Z.Z. fühle ich mich z.B. morgens bis ung. 14:00 Uhr immer sehr müde, schwindlig und antriebslos (das kann vielleicht aber auch von der momentanen Hitze kommen?!). Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage im Vorfeld.

Antwort vom 28.07.2006

Hallo, dass die Plazenta am Ende der Schwangerschaft mehr oder weniger viele Verkalkungen aufweisst ist völlig normal. Oft stimmt das Ausmaß der Verkalkung wie es im US zu sehen ist nicht mit dem nach der geburt feststellbaren Befund an der Plazenta überein. Wenn Ihr Kind sich normal entwickelt hat, besteht überhaupt kein Grund zur Sorge. Wenn wirklich eine Minderdurchblutung der Plazenta vorliegt, bleibt erst mal das Wachstum zurück und erst viel später macht sich eine verminderte Durchblutung am Sauerstoffgehalt bemerkbar. Die Nachgeburt hat eine sehr große Reservekapazität und selbst wenn ein Teil ausfällt, reicht der Rest normalerweise zur Versorgung. Sie können sich das vorstellen wie die Versorgung durch die Lunge. Wenn da zum Beispiel weniger Sauerstoff ankommt, weil Sie gerade eine Bronchitis haben, dann ersticken Sie auch nicht gleich. Erst mal würden Sie schneller atmen und sich weniger bewegen, dann würde der Herzschlag schneller werden und bis sich wirklich Sauerstoffmangel bemerkbar machen würde, müsste es schon sehr dick kommen. So ist es beim Baby auch. Ihre eigene Antriebslosigkeit würde ich eher auf die anhaltende Hitze zurückführen. Wer hat da schon Lust auf übermäßige Aktivität.
Sie selbst können an den Bewegungen Ihres Kindes merken, wie es dem geht. Wenn Ihr Kind sich normal und aktiv verhält, dann gehts ihm auch gut in Ihrem Bauch. Ein schnellerer herzschlag würde sich im CTG bemerkbar machen. Meistens kommen die Kinder von ganz alleine, wenn es Ihnen ungemütlich wird oder sie tatsächlich schlechter versorgt sind, aber wie gesagt sehe ich dafür akut keinen Anhaltspunkt. Alles Gute für eine baldige Geburt, Monika

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