Themenbereich: Schlafen

"Wie kann ich meinem Kind zum Tiefschlaf verhelfen?"

Anonym

Frage vom 07.10.2006

Mit 36 habe ich mein 1. Kind geboren. Die Schwangerschaft verlief so weit gut. Die letzten 6 Wochen musste ich jedoch im Spital liegen. Meine Tochter ist nun 21 Monate alt.
Die Geburt war sehr schwierig und anstrengend. Kein schönes Erlebnis. Um 20h war ich mit Wehen im Spital. Laut meinem Mann und der Hebamme sah man um 21h bereits das Köpfchen. Das Kind wurde aber schlussendlich erst um 24h geboren. Das Köpfchen war total verzogen... Ich war erledigt.
Das Problem. Meine Tochter schläft nicht. Die ersten 6 Monate schlief sie durchschnittlich 7h! (dies laut Statistik von der Kinderklinik) Nie war ein Tiefschlaf da. Sie schlief 10-15 min und war auf einen Schlag hellwach. Sie konnte schlafen und war die nächste Minute am schreien, die Augen weit offen, der Körper steif, verkrampft. Dauernd musste ich sie herumtragen/beruhigen bis sie wieder schlief, dann nach 15 min alles wieder von vorne.
Ab dem 7. Monat schlief sie endlich (fast immer) durch. Rhythmus, abends 20.30h ins Bett, Schreien, bis 21.30h, dann Ruhe bis ca 07.30h. Steht sie um 07.30h auf ist sie aber schon wieder müde. Sie reibt sich die Augen, (sieht auch müde aus) gähnt, ist unruhig. Sie gedeiht sonst prächtig. Nimmt zu, wächst. Für den Arzt ist sie somit ein gesundes Mädchen. Mich sorgt ihre Müdigkeit. Sie schläft morgens um 10h nochmals eine Stunde, dann nachmittags um 14h nochmals 1h. Nehme ich sie auf, ist sie aber schon wieder oder immer noch müde. Ich weck sie jedoch nie auf, sie erwacht von alleine und schreit. Das Problem seit klein auf, sie hat irgendwie kein Tiefschlaf. Sie wacht bei jeder Kleinigkeit sofort auf.
Sie wirkt den ganzen Tag nervös, verkrampft, einfach müde. Sie will das und dann doch nicht sondern dies, dass sie dann auch nicht will. Es ist ein Kampf. Spielen alleine ist nicht drin. Alle 5 Minuten kommt sie weinend, wälzt sich am Boden vor Müdikeit, nuckelt am Schnuller. Bücher anschauen, Kassetten hören – 5 Minuten, dann hat sie genug, will wieder runter. Sie ist so unruhig. Sie war schon im Kinderspital, in der Fussreflexzone, wir haben Homöopathie versucht. Bin ich auf dem Spielplatz oder wir haben Besuch werde ich darauf angesprochen, dass meine Kleine wohl totmüde sei und ich sie besser ins Bett stecken soll, dabei kommt sie grad vom Mittagsschlaf! Ich bin echt verzweifelt, sie tut mir so leid, ich möchte ihr so gerne helfen. Wie kann ich Ihr helfen, damit sie zu ihrem Schlaf kommt? Meine Mutter, mein Vater helfen mir seit Geburt, dass ICH wenigstens ab und zu zur Ruhe komme. Mein Mann ist auch eine grosse Stütze. Es stimmt, dass ich selber auch langsam aber sicher gestresst bin. Nehme mir aber immer wieder Zeit um an mich selber zu denken, sprich mal einen Nachmittag mit Freundinnen Kaffee trinken gehe und die Kleine meiner Mutter bringe. Aber das kann’s doch nicht sein. Gibt es eine Therapie, die ich noch versuchen kann? Ich bin Ihnen für einen Rat so dankbar!

Antwort vom 07.10.2006

Hallo, das hört sich ja sehr anstrengend an. Übers Netz ist da guter Rat schlecht möglich. So wie Sie es beschreiben tun Sie schon alles, um mit der Situation fertig zu werden und Ihre Tochter so gut es geht bei ihrem Schlafproblem zu unterstützen. Sehr gut ist auch, dass Sie sich Hilfe und Unterstützung für sich selbst geholt haben. Wenn Sie es noch nicht probiert haben, kann ich Ihnen noch empfehlen mit Ihrer Tochter zum Osteopathen zu gehen. Adressen und Beschreibungen der Vorgehensweise finden Sie in Suchmaschienen unter Osteopathie. Leider wird die Behandlung nur sehr selten von der Krankenkasse übernommen. Meist sind aber nur wenige Sitzungen nötig, um zumindest festzustellen, ob Ihre Tochter darauf anspricht.
Ich wünsch Ihnen alles Gute, Monika

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