Themenbereich: Kinderwunsch allgemein

"Nicht schwanger durch Gelbkörperschwäche?"

Anonym

Frage vom 12.11.2006

Liebes Hebammen-Team,
vor drei Jahren bin ich (35) auf Anhieb schwanger geworden und hatte eine unkomplizierte Schwangerschaft. Im April diesen Jahres bin ich, wieder sofort, erneut schwanger geworden. In der 9. SSW wurde festgestellt, dass der Embryo abgestorben war und es wurde eine Ausschabung vorgenommen.
Seitdem versuche ich erfolglos, wieder schwanger zu werden. Ich habe einen sehr regelmäßigen Zyklus von meist 26 Tagen. Seit der Fehlgeburt habe ich aber immer wieder Probleme in der zweiten Zyklushälfte - schmerzhaftes Spannungsgefühl in den Brüsten, starkes Unterleibsziehen. Das hatte ich vorher nie.
Meine Frauenärztin und auch ihre Kollegin in der Gemeinschaftspraxis finden jedoch bei der gyn. Untersuchung nichts, sie sagen beide, es ist alles ideal. Aber es wurde neulich einen Tag vor meiner Regel eine sehr flache Gebärmutterschleimhaut festgestellt und beiläufig eine Gelbkörperschwäche erwähnt.
Sie hat aber nichts unternommen, ich habe mir nach Recherche im Internet und Rücksprache mit meinem Apotheker Agnus Castus von Stada zum Regulieren des Hormonhaushaltes und für die zweite Zyklushälfte zum Schleimhautaufbau Frauenmanteltee besorgt. Zwei Ovulationstests haben mir außerdem seitdem einen Eisprung angezeigt. Die laut Internet typischen Symptome wie verkürzte zweite Zyklushälfte oder Schmierblutungen habe ich nicht, nur die Schmerzen.
Ich mag aber bei meiner FÄ schon gar nicht mehr nachfragen, weil sie nie etwas findet.
Jetzt frage ich mich, ob diese Gelbkörperschwäche auch schon Auslöser der Fehlgeburt gewesen sein kann?
Und falls doch keine Gelbkörperschwäche vorliegt, woher dann immer wieder in der zweiten Hälfte diese Beschwerden kommen?
Und wie lange die FÄ in meinem Alter wartet, bis sie weitere Maßnahmen wie einen Hormonspiegel vornimmt?
Kann ich noch etwas tun, um von mir aus die Aussichten auf eine Schwangerschaft zu verbessern?

Vielen Dank für Eure Antwort.

Antwort vom 13.11.2006

Ich hätte Ihnen jetzt auch Mönchspfeffer (also Agnus castus) empfohlen, um der Gelbkörperschwäche und verkürzten 2. Z-Hälfte zu begegnen. Sie sollten das Präparat immer ab dem ES einnehmen, mit einseten der Periode wieder absetzen. Unterstützen können Sie mit Frauenmanteltee (den ganzen Z über). Wenn Sie Ihrer FÄ nicht vertrauen, bzw sich nicht trauen, mit ihr bestimmte Dinge zu besprechen, die Ihnen wichtig sind, dann sollten Sie evtl auch mal über einen Wechsel nachdenken... Gute Tipps bekommt frau oft von Frauen aus dem bekanntenkreis, die vielleicht ähnliche Probleme haben, hören Sie sich einfach mal um. Alles Gute für Sie und hoffentlich viel Erfolg...!

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