Themenbereich: Babyernährung allgemein

"Mein Kind verweigert den Brei"

Anonym

Frage vom 29.11.2006

"Habe nach dem 6.Monat (Mitte Oktober) mit einem Gemüsebrei Mittags auf Beikost umgestellt. Zunächst löffelweise(3-4, dann 5-6), mit dem Ziel die Mittagsmahlzeit nach ca. 4 Wochen zu ersetzen. Deshalb auch nach der 2.Woche immer anschließend gestillt. Zu diesem Zeitpunkt aß sie dann auch nie mehr als 6-8 Löffelchen, mehr "ging nicht rein" (Protest). Das zog sich so weiter. Jetzt oft völlige Verweigerung vom zweiten Löffel an. Dazwischen mal ein oder zwei Tage, wo 1/4 Glas geht (50g). Bei weitem nicht genug um von einer völligen Umstellung zu sprechen. Ich stille immer noch anschließend. Und habe manchmal den Eindruck sie protestiert gegen den Brei, weil sie lieber die
Brust möchte und auch weiß, dass sie sie bekommt.
Was kann ich tun, damit sie mehr isst? Wieviel sollte sie
essen? Sie ist eher ein zartes Kind und trinkt an der
Brust auch nicht viel (je Seite 5 Minuten). Wir haben
es schon mit verdünnen versucht, damit der Brei nicht
zu dick ist. Gegen ihren Protest zwangszufüttern (Mund
zugekniffen, macht sich steif und schreit) erscheint
uns auch nicht sinnvoll, soll ihr ja Spaß machen. Mache ich ihr zuviel Druck?
Möchte die Mahlzeit nur bald umstellen, da ich wieder stundenweise arbeiten möchte/ muss. Kann ich die Brust weglassen, wenn sie so 50g gegessen hat? Sie ist ja mittlerweile fast 7 1/2 Monate Außerdem glaube ich, dass meine Milch ihr nicht mehr reicht. Sie schreit oft, wenn sie trinkt und dreht den Kopf weg. Manche tage ist sie sehr unausgeglichen und ningelt viel. Oft wird sie schon nach 11/2-2h wieder völlig müde. Bekommt sie noch genug? Sollte ich mit Flasche zufüttern, wenn sie Brei nicht nimmt?
Was können wir noch versuchen?

Danke für Ihren Rat!

Antwort vom 30.11.2006

Hallo!Sie haben die Situation schon richtig erkannt. Ihre Tochter hat keine Notwendigkeit den Brei zu essen, da sie lieber durch das stillen satt wird. Sie haben ihr viel Zeit gelassen und nun ist es an der Zeit die Brust wegzulassen. Wenn sie Hunger hat wird sie den Brei auch essen. Das hat nichts mit Druck zu tun, sondern mit Erziehung und dabei müssen Sie konsequent sein und Ihrer Tochter den Weg zeigen.
Wenn Sie den Eindruck haben, daß Ihre Milch nicht mehr ausreichend ist, so versuchen Sie ihr hin und wieder eine Flasche zuzufüttern, aber nicht als Breiersatz.
Jedes Kind und jeder Erwachsene hat Tage an denen er unausgeglichen und schlecht gelaunt ist. Gerade bei Säuglingen verändert sich ständig etwas in ihrer Entwicklung. Sie lernen neue Dinge und nehmen immer mehr wahr und auf. Das kann durchaus mal zu einer gewissen Unzufriedenheit führen und sie ermüden schneller. Ich denke nicht, daß die Nörgelei und Müdigkeit bei Ihrer Tochter an zu wenig Nahrung liegt. Alles Gute.
Cl.Osterhus

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