Themenbereich: Stillen allgemein

"Soll ich die Abstände vergrößern?"

Anonym

Frage vom 14.12.2006

Mein Sohn ist 8 Wochen alt und hatte ein Geburtsgewicht von 4800 g, nun wiegt er knapp 6500 g, ich stille ihn voll. Nachts kommt er alle 4 Stunden. Tagsüber, vor allem in der zweiten Tageshälfte, meldet er sich oft alle 1,5 Stunden, er schläft dann an der Brust ein, wacht kurze Zeit später auf und weint. Ich habe den Eindruck, er trinkt sich nie richtig satt. Wenn man ihn allerdings durch spazierengehen oder autofahren ablenkt, kann man den Rhythmus auch auf 3-4 Stunden ausdehnen, er meldet sich dann erst, wenn er zu Hause ist, wenn Ruhe einkehrt. Die Nachsorgehebamme riet mir, die Abstände auf mindesten 2,5 Stunden auszudehnen. Ich versuche ihn mit den üblichen Tricks abzulenken, aber oft hilft nur ihm ein ganz kleines bißchen Lefax (wegen des süßen Geschmacks?) auf den Schnuller zu geben, dann schläft er sofort ein, bzw. schnullert zufrieden. Diese Problem tritt vor allem in der zweiten Tageshälfte und am Abend auf. Am Vormittag schläft er zwischen den Mahlzeiten.
Meine Frage: Ich möchte die Abstände tagsüber auch ohne Ablenkungsmanöver vergrößern, soll ich einen strengen 3 stündigen Rhythmus einführen und den Protest ertragen (er weint dann aber sehr), oder einfach beim Stillen nach Bedarf bleiben und hoffen, dass sich die Abstände von allein vergrößen? Oder habe ich schon zu wenig Milch für das propere Kerlchen? Mein Busen macht bei er hohen Stillfrequenz einen leeren Eindruck und mein Sohn wird nach nur kurzer Anlegedauer sehr unruhig.

Vielen Dank

Antwort vom 15.12.2006

Hallo!Zunächst sollten Sie dafür sorgen, daß Sie ausreichend und vor allem regelmäßig essen. Viele Frauen essen abends mit ihren Partnern warm und tagsüber wenig. Dadurch kommt es oft dazu, daß morgens viel Milch da ist, vor allem wenn noch ein längerer Nachtschlaf vom Baby dazu kommt und abends sind die Reserven dann aufgebraucht. Ich denke aber, daß Sie grundsätzlich genug Milch haben, denn sonst wäre Ihr Sohn nicht so gut gediehen und warum sollte es ohne Gründe, wie Krankheit oder vermehrten Streß plötzlich aufhören?. Die Brust ist nach ein paar Wochen immer weich und füllt sich nur nach Bedarf.
Ich denke Ihr Sohn hat ein sehr starkes Saug-und Nähebedürfniss. Versuchen Sie ihn höchstens alle 2 Stunden zu füttern, dann ist er wahrscheinlich richtig hungrig und trinkt dann besser. Oft hilft es, wenn die Kinder im Tragetuch getragen werden(Ihre Hebamme zeigt Ihnen best. gerne, wie die Kreuztrage funktioniert). Sie haben dann die Hände frei und Ihr Sohn hat den ganz engen Körperkontakt. Grundsätzlich sollten Sie beim Stillen nach Bedarf bleiben. Es wird sich noch einiges verändern und meistens wird auch der Stillabstand größer. Alles Gute.
Cl.Osterhus

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