Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"wie kann ich mein Kind anhemen?"

Anonym

Frage vom 19.12.2006

Hallo liebes Hebammenteam ... ich bin z.Z. in der 18. SSW und bin in einem kompletten Beschäftigungverbot. Leider fühle ich mich gar nicht schwanger, obwohl es sich um ein langersehntes Wunschkind handelt. Ich bin übergewichtig und fühle mich jetzt noch unwohler und dicker. Ich lese viel zur Schwangerschaft und Geburt, aber habe bisher noch nichts zu meinem bisherigen Gefühlsleben gefunden. Außerdem hab ich gar keine Motivation mich nach Babysachen umzuschauen oder einzukaufen. Was kann ich nur tun? Ich habe Angst das ich mein Baby nicht lieben kann...Was ist nur los??

Außerdem hab ich seid der 8./9. ssw immer schmerzen im Lenden-Steißbereich rechts, besonders wenn ich gelegen hab oder gesessen hab und dann aufstehen will. Was kann das sein und was kann ich dagegen tun? meistens ist es nach ein paar Schritten weg, aber manchmal nehme ich beim laufen eine schonhaltung ein, weil es doch noch schmerzt.

Und noch eine kurze Frage. Kann man alle Produkte von Weleda in der Schwangerschaft anwenden??

Ich hoffe sie können mir helfen und bedanke mich im voraus

Frohe Weihnachten wünscht

Kathrin

Antwort vom 19.12.2006

Hallo, es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Schwangerschaft sich nicht so bemerkbar macht, wie es erwartet wurde. Ob es ein Wunschkind ist oder nicht, ist dabei nicht so entscheidend. Frauen, die einfach so zufällig schwanger werden können sich oft sehr über das Kind freuen. Frauen, die schon lange ein Kind wünschen sind am Anfang oft sehr besorgt, dass etwas schieflaufen könnte und verhalten sich dadurch abwartender nach dem Motto "besser erst mal nicht zu viel darüber freuen". Die Art der Schwangerenvorsorge ist da nicht gerade förderlich, weil die vielen Untersuchungen (die von Frauen mit Wunschkind auch vollständig in Anspruch genommen werden) die Schwangerschaft, die Gesundheit des Kindes usw. in Frage stellen. Das erschwert den Beziehungsaufbau zum Kind, der ja letztendlich bedeutet das Kind "bedingungslos" ,also ohne besondere Erwartung ans Kind, anzunehmen. Ihnen würde es sicher gut tun, wenn Sie weniger lesen und den Untersuchungs- und Messergebnissen weniger Bedeutung beimessen würden. Das gilt auch für Ihr Gewicht. Gut tun könnte Ihnen der Austausch mit anderen Frauen, damit Sie die Erfahrung machen können, dass auch andere Frauen ambivalente Gefühle haben und Ängste in Bezug auf die neue Rolle. Die Teilnahme an einem Geburtsvorbereitungskurs kann Ihnen helfen Kontakt zu Ihrem Kind aufzunehmen. Sie haben die Möglichkeit sich zusätzlich zu den Arztbesuchen von einer Hebamme betreuen zu lassen. Dort können Sie in der regel besser die mit dem Gefühlsleben zusammen hängenden Begleiterscheinungen der Schwangerschaft besprechen, als bei der "normalen" Vorsorge. Auch wenn Sie zur Geburt in die Klinik gehen möchten, würde ich Ihnen empfehlen einen Kurs bei einer freien Hebamme zu wählen, weil dort eher gewähleistet ist, dass das medizinisch-technische einen untergeordneten Stellenwert hat und Austausch und Beziehungsaufbau im Vordergrund stehen.
Zu den Beschwerden am Steißbei kann ich aus der Ferne wenig sagen. Manches ist ganz normal, gegen viele kleinere Beschwerden gibt es Übungen, die Ihnen eine niedergelassene Hebamme zeigen kann.
Von Weleda gibt es unzählige Produkte. Sie sind alle auf natürlicher Basis, aber es gibt gerade im Heilmittelbereich auch Sachen die nicht im Übermaß genommen werden sollten. Als Richtschnus: die Sachen, die Sie in Drogerien usw. bekommen, die also nicht apothekenpflichtig sind, können Sie ohne weiteres nehmen. Bei apothekenpflichtigen Produkten sollten Sie sich über die Anwendung in der Schwangerschaft informieren.

Ich wünsch Ihnen alles Gute, Monika

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