Themenbereich: Kinderwunsch allgemein

"Haben Schmierblutungen Einfluss auf die Fruchtbarkeit?"

Anonym

Frage vom 19.12.2006

Liebes Hebammenteam, schon mal ein herzliches Danke für die Beantwortung meiner Frage, das ist wirklich eine tolle Homepage! Wir versuchen, seit Januar 06 schwanger zu werden, die Pille habe ich schon seit Anfang 05 wegen Unverträglichkeit abgesetzt. Mein Zyklus war mit Pille immer sehr kurz (2-3 Tage) und regelmäßig, nach Absetzung dann langsam länger (ca. 5 Tage), verbunden mit längeren Schmierblutungen vorher und nachher (z.B. von 01.-09.05.06 Schmierblutungen, 10.-13.05.06 Mens, 13.-14.05.06 Schmierbl.; danach nach 26 Tagen (gerechnet ab 10.05.06) wieder Schmierblutungen, und erst ab Tag 33 normale Mens; im nächsten Zyklus nach 21. Tag wieder Beginn Schmierblutungen, und schon ab Tag 26 Mens). Aufgrund dieser Unregelmäßigkeiten nehme ich auf Anraten meiner Gynäkologin seit Juli 2006 Duphaston (vom 15.-25. Zyklustag, 1x täglich). Ein Blutbefund (Entnahme am 07.07., Mensbeginn am 05.07.) von Juli 2006 hat lt. Ärztin auch nicht ganz optimale Werte ergeben: FSH: 5.19 mU/ml, LH: 6.38 mU/ml, sonst o.k. z.B. Östradiol 36.00 pg/ml. Mit Duphaston hat sich der Zyklus auf ca. 27-29 Tage eingependelt, die Regel dauert länger (ca. 6 Tage), und die Schmierblutungen vorher und nachher sind zwar kürzer, aber dennoch da (ca. 3-5 Tage vor Mensbeginn, 2 Tage danach). Im September hatte ich kurz mittendrin kurz nach dem Eisprung 3 Tage Zwischenblutungen, und jetzt im Dezember bin ich sehr verunsichert: Ca. 2 Tage nach dem ES habe ich 8 Tage lang Schmierblutungen gehabt, danach 3 Tage Pause, 2 Tage erneut Schmierbl. und heute habe ich wieder meine Regel ganz normal (=29. Tag) bekommen. Bzgl. Eisprung: Lt. Ultraschall habe ich im Juli keinen ES gehabt, seit Sept wende ich Ovulationstests an, die zu Beginn der Testungen um den 9./10. Tag ausgeschlagen haben, mittlerweile ca. um den 12.-14. Tag. Den ES merke ich deutlich durch aufgeblähten Bauch, Schmerz usw. Nach dem ES habe ich bis Zyklusende häufig eine angespannte und schmerzende Brust. Nun meine Frage: sind diese Zwischen-/Schmierblutungen normal, kann ich so überhaupt schwanger werden, wenn der Gelbkörperhormonmangel sich auch trotz Duphaston (seit ½ Jahr) anscheinend nicht so ganz einstellen lässt? Was kann ich noch tun? Ich habe von Himbeerblätter-, Frauenmanteltee und Mönchspfeffer gelesen, was davon sollte ich vielleicht nehmen, in welcher Dosierung? Zusätzlich zum Duphaston? Wirkt sich Stress vielleicht auch auf die immer wiederkehrenden Schmierblutungen aus? Ich möchte mir nicht zuviel Gedanken machen, habe aber den Eindruck, dass meine Zyklussituation nicht gerade die beste Ausgangslage für eine baldige Schwangerschaft ist. Oder brauche ich mir keine „Sorgen“ machen? Vielen Dank, liebe Grüße.

Antwort vom 20.12.2006

Fragen über Fragen! Ich sehe, es beschäftigt Sie doch sehr, und es nagen Zweifel an Ihnen, ob es denn überhaupt klappen kann...! Das kann ich gut verstehen, das immer wieder kehrende Hoffen und Enttäuscht-werden kann einen auffressen. Trotzdem sollten Sie versuchen, sich ein bisschen Gelassenheit zu bewahren, erzwingen können Sie es nicht! Durch das Duphaston hat sich am Zyklus ja schon was verändert, das ist doch schon mal sehr positiv. Ich kann Ihnen zusätzlich zu Frauenmanteltee raten, davon dürfen Sie den ganzen Z. über so viel trinken wie Sie mögen. Ab dem ES, den Sie ja spüren (er findet also statt, was könnte Ihnen Besseres passieren!), können Sie zusätzlich ein Mönchspfefferpräparat einnehmen, das Sie mit Einsetzen der Periode dann wieder aussetzen. Ob das unter der Duphastonbehandlung anschlägt, kann ich Ihnen nicht sagen, aber einen Versuch (über mehrere Zyklen) ist es wert. Ein Buchtipp: "Wir wollen ein Baby" von Uta König, außerdem unser Archiv "Kinderwunsch", vielleicht finden Sie da noch was Nützliches... Und ganz wichtig: Konzentrieren Sie sich auch auf andere Dinge, die in Ihrem Leben wichtig sind und Spaß machen: Partnerschaft, Freunde, Hobbys, vielleicht auch mal was neues ausprobieren, ein Tangotanzkurs oder eine Sprache lernen, eine berufliche Fortbildung für den Job, ... Ihnen fällt bestimmt was ein! Danke für Ihr Kompliment und alles Gute für Sie und Ihre Familienplanung!!

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