Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Wie verhalte ich mich bei einer Fehlgeburt?"

Anonym

Frage vom 20.12.2006

Liebes Hebammenteam, am 12.12.06 hatte ich eine Anfrage an Sie/Euch, ob eine Ausschabung sein muss, die mir Mut gemacht hat, meinen Weg zu gehen. Obwohl ich auf großen Widerstand seitens meines Arztes gestoßen bin, möchte ich eine „kleine Geburt“ einer Ausschabung vorziehen (auch wenn das eine das andere nicht ausschließen kann) Da ich keine Informationen bekam, hier nun meine Fragen. 1) muss ich meine HCG –Werte regelmäßig nachprüfen lassen 2) gibt es medizinische Mittel um das kontrahieren der Gebärmutter zu unterstützen(wenn die „ Geburt“ in Gange ist 3) habe ich das Recht auf eine Hebammenbetreuung vor oder auch nach der „ Geburt“ 4) kann ich einfach so den Gynäkologen wechseln? Weiterhin meinte mein FA, dass es ein zu großes und unkalkulierbares Risiko wäre abzuwarten, da sich sehr viel „Gewebe“ in meiner Gebärmutter befinden würde, der Muttermund noch fest und geschlossen wäre und er nun mit fortgeschrittener „Schwangerschaft“( 12. Woche, aber kein Embryo) nicht abschätzen könnte, wann es überhaupt losgehen könnte.( Thema Weihnachten) Langsam fange ich an müde und mürbe zu werden und frage mich ob ich es nicht schnell hinter mich bringen soll damit ich Ruhe habe, andererseits glaube ich das ich dann Psychische Probleme bekommen werde, da ich nur mit „ Angstmache“ überredet worden wäre. Liebe Grüße und danke im Voraus

Antwort vom 20.12.2006

Hallo, Sie müssen den HCG-Wert nicht regelmäßig überprüfen lassen. Sollten Sie jetzt fallende Werte gehabt haben, dass ist sicher, dass es zu einer Fehlgeburt kommen wird. Ratsam wäre es eine gewisse Zeit nach einer "kleinen Geburt" noch mal überprüfen zu lassen, ob das HCG wieder ganz weg ist. Es gibt kontraktionsfördernde Mittel, aber die Auswahl müsste individuell getroffen werden, wenn sie überhaupt nötig sind. Sie haben sowohl während, als auch nach der "kleinen Geburt" Anspruch auf Hebammenempfehlung. Ich würde Ihnen empfehlen sich vor Ort von einer Hebamme betreuen zu lassen, ganz unabhängig davon wie es jetzt genau weiter geht. Sinnvoll wäre es eine Hebamme auszuwählen, die auch Hausgeburten anbietet oder in einem Geburtshaus arbeitet. Damit ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie auch Erfahrung in der Betreuung von spontaner Fehlgeburt hat und sie kann sie auch gut beraten in Bezug auf Förderliches. Sie können den Gynäkologen jederzeit wechseln. Wenn kein Embryo vorhanden ist, weiß ich nicht woher "viel Gewebe" kommen soll. Wann für Sie der Zeitpunkt gekommen ist, wo es besser für Sie ist den klinischen Weg zu gehen, können Sie nur selbst entscheiden. Angstmache halte ich immer noch für unberechtigt. Es ist eher die Frage, ob Sie das Gefühl haben, dass Sie sich innerlich verabschiedet haben. Wann es von alleine losgeht, lässt sich leider nicht vorhersagen. Bei der Klärung könnte Sie auch das persönliche Gespräch mit einer Hebamme unterstützen. Ich wünsch Ihnen alles Gute auf Ihrem Weg, Monika

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