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Themenbereich: Gesundheit

was kann ich gegen Pilzinfektion tun?

Schattenbild Community-Mitglied ohne Profilfoto Anonym
Ich habe seit Beginn der Schwangerschaft ständig mit Vaginalpilzen zu tun. Jetzt bin ich in der 14. Woche und habe bereits den 3. Pilz. Mein FA hat mir Gyno Pevaryl (6 Ovula + Creme, Wirkstoff Econazol) verordnet. Im Internet findet man über diesen Wirkstoff sehr geteilte Meinungen. Kann ich dieses Medikament ohne Gefahr für das Kind anwenden oder nicht? Hatte schon Nystatin + Clotrimazol, aber der Arzt meinte, ich sollte jetzt lieber diesen Wirkstoff probieren. Haben Sie da Erfahrungen? Was kann man sonst gegen diese Pilze tun, ev. auch vorbeugend? Ich habe ziemlich große Angst, daß die "Anti-Pilz-Medikamente" dem Kind Schaden zufügen könnten...

Frage vom 29.12.2006

Hallo, eigentlich ist das empfohlene Mittel in der Schwangerschaft ein Standardmittel, bei dem keine schädlichen Nebenwirkungen fürs Kind bekannt sind. Trotzdem ist es natürlich auf die Dauer keine Lösung immer wieder einen Pilz medikamentös behandeln zu müssen. Ein immer wiederkehrender Pilz weist auf ein gestörtes Scheidenmilieu hin. Unter dem Einfluss der Hormone in der Schwangerschaft kommt es dazu häufiger. Hier daher ein paar Tips, was Sie vorbeugend tun können, damit der Pilz nach der nächsten Behandlung nicht wieder kommt.
- Das Scheidenmilieu mit Milchsäurebakterien verbessern; z.B. mit Döderlein Med mit dem Wirkstoff Lactobacillus, sie können auch mit Joghurt getränkte Tampons verwenden, Joghurt mit lebenden Milchsäurebakterien nehmen und auch zum essen bevorzugen
- den Partner mit behandeln. Oftmals merken die Männer nichts, können aber trotzdem den Pilz wieder übertragen.
- nur Unterwäsche aus reiner Baumwolle tragen. Die entweder kochen oder im Schritt heiß bügeln, nicht zu enge Kleidung
- nicht mit Seife, Intimlotion, Duschgel usw. waschen. Die Scheide nur mit klarem Wasser waschen.
- auf alles verzichten, was Zucker enthält (auch auf Obst, Fruchtsäfte, gesüßte Getränke)sowie auf hefehaltiges Brot. Im Bioladen gibt es Brot, das mit Backferment hergestellt ist. Bei häufig wiederkehrendem Pilz wäre auch ein Blutzuckertest mal angezeigt.
- keine Slipeinlagen (schon gar nicht mit Plastikfolie)
- Sitzbad mit Meersalz, 100 % ätherischen Ölen und zwar: Teebaum, Schafgarbe und Lavendel fein je 5 tropfen
- nicht ins Schwimmbad gehen, weil das Chlor im Schwimmbad die Scheidenflora angreift.
Wenn der Pilz erst mal richtig da ist, kommt man um die medikamentöse Behandlung meist nicht drum rum. Wenn er weg ist könnten Sie mit ph-Messstäbchen (oder Handschuhe) einmal wöchentlich den PH-Wert selbst messen und wenn er zu hoch ist gleich Milchsäure nehmen, Zucker weglassen usw. Dann kommt es nicht wieder soweit, dass Medikamente genommen werden müssen.
Sollte der Pilz dann trotzdem noch wieder kommen, dann würde ich Ihnen empfehlen einen Spezialisten aufzusuchen. Wenn Ihnen Ihr behandelnder Arzt vor der 3. Behandlung nicht wenigstens die Hälfte von dem erzählt hat, was ich Ihnen jetzt als begleitende Maßnahmen empfohlen habe, dann ist er nicht besonders gut...
Ich wünsch Ihnen gute Besserung und alles Gute fürs neue Jahr, Monika

Antwort vom 29.12.2006


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