Themenbereich: Geburt allgemein

"Was kann ich tun, damit das Baby ins Becken rutscht?"

Anonym

Frage vom 03.01.2007

Hallo!

In 4 Tagen ist mein rechnerischer Entbindungstermin. (07.01.2007) Der Muttermund war heute schon 3 cm geöffnet und verstrichen (vor 12 Tagen bereits 2 cm) . Aber der Kopf sitzt noch nicht tief im Becken, sondern auf dem Becken.
Allmählich halte ich es kaum noch aus bis zum Entbindungstermin, auch wenn alles gut aussieht: Fruchtwasser wird weniger, ist aber noch ausreichend vorhanden, Fruchtwasser ist klar (Amnioskopie), Plazenta ist geringfügig verkalkt, geschätztes Gewicht: 4000 Gramm, unauffälliges CTG. Da ich im letzten Jahr eine Totgeburt wegen eines Chromosomenfehlers in der 36. SSW hatte, habe ich nun unheimliche Angst, auch dieses Kind zu verlieren. Ich kenne sehr viele Fälle von Frauen, die ihr Kind kurz vor der Geburt aus teilweise unerklärlichen Gründen verloren haben.

Ich habe einen leichten Hang zur Diabetes (auffälliger Zuckerbelastungstest, aber im Alltag keine Diabetes nachweisbar) und fürchte, dass sich das negativ auf mein Kind auswirken könnte. Aufgrund der Vorgeschichte, der Größe des Kindes und der latenten diabetogenen Stoffwechsellage wird auf jeden Fall bei Erreichen des Geburtstermins eine stationäre Aufnahme empfohlen.

Was kann ich aber schon jetzt tun, damit das Kind tiefer ins Becken rutscht, bzw. damit die Geburt in Gang kommt?

Normalerweise trage ich Brustwarzenformer von Medela zur Vorbereitung meiner Flachwarzen aufs Stillen. Heute habe ich seit langem mal wieder die Nipletten benutzt, die die Brustwarzen richtig herausziehen. Ist das z.B. eine geeignete Maßnahme zur Vorbereitung oder sollte ich das lieber lassen?

Darf ich überhaupt irgendetwas unternehmen oder würde ich das Kind so sehr irritieren, dass es sich vielleicht zu schnell ins Becken verlagert und dabei z.B. die Nabelschnur um den Hals wickelt. Ich möchte meine Kind nicht in Gefahr bringen.

5 Tage (einschließlich heute) müssen wir noch überstehen, bis ich stationär aufgenommen und engmaschiger kontolliert werde. Denken Sie, dass wir das bei diesen Befunden locker schaffen und was kann ich tun, damit sich der Kopf ins Becken schiebt und die Geburt schon bald von selbst in Gang kommt?

Vielen Dank!

Doris

Antwort vom 03.01.2007

Hallo, nach dem was Sie erleben mussten ist es ganz verständlich, dass Sie nun Ängste haben. da nützt es wenig, wenn ich Ihnen sage, dass ja alles sehr gut aussieht. Bei dem Muttermundsbefund werden Sie sicher nicht allzulange auf Ihr Baby warten müssen. Dass das Kind noch nicht fest im Becken liegt, macht eigentlich nichts. Manche Kinder kommen erst ganz zum Schluss ins Becken und werden trotzdem normal und gut geboren. Sie müssen also eigentlich gar nichts machen. Wenn Sie möchten, können Sie scih aber auch von einer freiberuflichen Hebamme beraten lassen, die Ihnen Übungen zeigen kann. Ganz einfach ist es, wenn Sie auf einem Pezzi-Ball mit dem Becken leicht kreisen. Es würde aber auch ausreichen, wenn Sie das machen, wenn die Wehen bereits einsetzt haben. Ihre betreuende Hebamme wird Ihnen dazu bestimmt die passenden ratschläge bei der Geburt geben. Sie können auch darum bitten früher in der Klinik aufgenommen zu werden, wenn Sie sich dann besser fühlen. In Ihrem Fall würde ich das befürworten auch wenn keine medizinische Notwendigkeit besteht. Es wäre aber gut möglich, dass Sie sich dann besser entspannen können was die psychische Situation angeht. Ich denke den Gefallen sollte man Ihnen tun. Vielleicht kommt das Baby ja mit der Entspannung auch etwas eher. Wegen der Größe brauchen Sie sich keine Gedanken machen. Die macht weniger aus, als man allgemein vermutet.
Die Brustwarzenformer bringen keinen allzu großen Vorteil. Das wesentlichste ist eine gute Anlegetechnik nach der geburt. Auch darin werden Sie sicher unterstützt und beraten. Normalerweise kann sich das Baby auch eine flache Brustwarze gut heraussaugen. Der Gebrauch der Niplette schadet aber auch nicht, so dass Sie sie weiter benutzen können.
Ich wünsch Ihne alles erdenklich gute für die letzten Tage der Schwangerschaft, die Geburt und viel Freude mit Ihrem Baby, Monika

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