Themenbereich: Abstillen

"Ansteckung mit Zytomegalie durchs stillen?"

Anonym

Frage vom 03.01.2007

Ich bin sehr beunruhigt bezüglich der Frage, ob ich Weiterstillen sollte und ob mein Kind erkrankt sein könnte oder nicht.
Im Internet auf der verzweifelten Suche nach Informationen in der Masse der angebotenen Seiten bin ich nun auch auf Ihren Namen gestoßen und wende mich daher an Sie.
Mein Kind wurde am 2.10.06 spontan entbunden, ist bisher gesund und wird voll gestillt.
Im November wurden bei mir erhöhte Leberwerte festgestellt. Hepatitis wurde ausgeschlossen, Ultraschall war unauffällig. Heute hat mir nun mein Internist mitgeteilt, dass sich mein Körper mit dem Epstein-Barr-Virus auseinander gesetzt hat, diese Virusinfektion soll aber schon länger zurückliegen, ist also eher unerheblich. Zusätzlich aber hat das Zytomegalie-Virus zugeschlagen, welches nicht so lange her sein soll, daher erhöhte Leberwerte. Während der Schwangerschaft waren die Leberwerte unauffällig, habe heute noch mit Frauenarzt telefoniert. Auf Zytomegalie hin wurde nicht untersucht, da das wohl nur bei Frühgeborenen gemacht wird.
Wenn die Krankheit aber nun nicht so lange zurück liegt, könnte ich mein Kind aber nun vor, während oder nach der Geburt durch die Muttermilch angesteckt haben. Kinderarzt war nicht erreichbar, kommt erst nächste Woche wieder. Vertreter meinte, es sei schwierig zu sagen, ob ich abstillen sollte, wirkte eher unsicher. (Tenor eher: Sie stillen nun schon dreizehn Wochen, also ist es schon zu spät. Weitere Blutuntersuchung/Titerbestimmung von mir abwarten, dann mit Kinderarzt sprechen.) Auf vielen Internetseiten steht, dass man nicht Stillen soll. Was mache ich denn nun richtig oder falsch?
Stimmt es, dass die Krankheit beim Kind oft erst bis ins Kleinkindalter hinein erkennbar wird? Die möglichen Krankheitsverläufe und Spätfolgen sind so schrecklich, dass ich mir furchtbare Sorgen mache. Kann man jetzt schon untersuchen, ob er sich angesteckt hat.

Anonym

Antwort vom 03.01.2007

Hallo, stillen Sie erstmal noch weiter, bis sich mehr geklärt hat:
ob es jetzt noch Sinn macht, das Stillen aufzugeben, es gilt auch abzuwägen, wieviel Schutz/Nutzen das Stillen im Vergleich zum Abstillen bietet); Durch die Muttermilch werden ja auch Stoffe übertragen die den Infektionsschutz verbessern. Sollte schon eine Ansteckung erfolgt sein, bietet das Abstillen keinen Vorteil mehr.
ob es bei Ihnen eine Erstinfektion mit CMV war; wenn Sie früher schon mal an CMV erkrankt waren, besteht eine viel geringere Wahrscheinlichkeit, dass sich Ihr Kind ansteckt oder angesteckt hat. Ferner kommt es seltener zu beeinträchtigenden Folgen für das Kind.
Kam Ihr Kind zu früh(vor der 37.SSW)? Wenn nicht,ist es kein sog. Frühchen sondern ein Neugeborenes und es besteht eine gute große Chance, dass Ihr Kind sich nicht infiziert hat!
Wenden Sie sich entweder direkt vor Ort an eine Kinderklinik, auch jetzt noch vor dem Wochenende. Evtl. kann durch eine Blutentnahme bei Ihrem Kind festgestellt werden, ob es sich angesteckt hat.
Unter www.cmv-selbsthilfegruppe.de können Sie sicher auch gute Tipps am Telefon bzw. per email erhalten. Alles Gute!Barbara

23
Kommentare zu "Ansteckung mit Zytomegalie durchs stillen?"
Es wurden noch keine Kommentare verfasst! Schreibe doch einen.

Kommentar verfassen


Das könnte dich auch interessieren:


Frag das babyclub.de Hebammenteam!
Jetzt kostenlos persönliche Frage stellen: