Themenbereich: Stillen allgemein

"Nahrungsverweigerung bei Arbeitsaufnahme"

Anonym

Frage vom 06.01.2007

hallo
meine tochter ist 21 wochen alt. seit einer woche gehe ich wieder zu 100% arbeiten. ich habe sie bis dahin voll gestillt. Nun habe ich milch abgepumpt, in der hoffnung sie weiter nur mit muttermilch ernähren zu können. sie hatte sie auch schon einige male aus der flasche getrunken. sie hat aber die milch verweigert. den mund verzogen und sie rausgespuckt. die milch war einen tag lang im kühlschrank. sowohl bei meinem mann als auch bei der tagesmama, die sie ja beide sehr gut kennt. dafür hat sie den ganzen abend und auch in der nacht nicht mehr von der brust gelassen. wir haben auch probiert einen babybrei mit muttermilch anzubieten. von mir hat sie einige löffelchen angenommen, von meinem mann oder der tagesmama nicht. tee oder wasser verweigert sie auch. ihre windel war nur einmal am tag nass. die fontanelle nur leicht eingefallen am abend. meine tochter war aber quitschfidel, sie zeigte keine hungerzeichen. erst am abend bei mir wollte sie an die brust. ich hab nun drei tage frei. seit heute versuche ihr drei mal täglich etwas brei zu geben (morgens muttermilchbrei, mittags früchtebrei und abends karrottenbrei) frühmorgens, nachts und am abend die brust; in der hoffnug sie an eine andere nahrung zu gewöhnen, damit sie es dann annimmt wenn ich arbeite. ich weiss nicht recht ob ich das richtige mache, zumal mir mein gefühl sagt ich sollte meine tochter weiter voll stillen. sie hatte heute auch zum ersten mal geformten stuhl, nicht hart, die farbe war hellbraun. ich wäre froh, wenn sie mir einige tipps geben könnten, ich weiss auch nicht wie lange îch meine tochter ohne flüssigkeit lassen darf. danke im voraus. liebe grüsse astrid

Antwort vom 06.01.2007

Hallo, eigentlich ist es zu früh zur Beikosteinführung, vor allem, wenn sie so plötzlich erfolgt. Es wird empfohlen ein halbes Jahr ausschließlich zu stillen. Sie können versuchen Ihr Kind mit einer Methode für gestillte Säuglinge füttern zu lassen. das ist die Becherfütterung oder die Fütterung mit einem Medikamentenschiffchen. Die beste Möglichkeit wäre, wenn es organisatorisch geht, dass Sie vor dem arbeiten stillen und sich das Kind dann bringen lassen zum Stillen. Sie haben Anspruch auf bezahlte Stillpausen, zusätzlich zu den normalen Pausen. Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen wäre es tatsächlich besser Ihre Tochter nachts und wenn Sie frei haben zu stillen. Leider passiert es manchmal, dass es erst recht nicht mehr geht, wenn zuviel Druck ausgeübt wird. Wenn Sie frei haben könnten Sie abwechselnd stillen und Muttermilch anders geben (lassen). Wenn Sie Beikost einführen, dann bitte nicht zuviele Nahrungsmittel unjd Mahlzeiten auf einmal. Empfohlen wird nur ein Nahrungsmittel und eine Mahlzeit pro Woche einzuführen. Eine Nasse Windel ist zuwenig. Entweder es gleicht sich über nacht wieder aus, was aber für Sie dann sehr anstrengend wird, oder Sie probieren es noch mal mit mit Becherfütterung usw. oder damit, dass Sie auf Arbeit Stillpausen einlegen. Ich hoffe das hilft Ihnen ein bisschen weiter. Sie haben noch Anspruch auf zwei von der Krankenkasse bezahlte Besuche durch eine Hebamme und zwei telefonische Beratungen. Vielleicht kann Ihnen eine Beratung und Anleitung vor Ort weiter helfen. Wäre es vielleicht eine Möglichkeit, dass Sie in Absprache mit dem Arbeitgeber noch einen Übergangsmonat nicht ganz voll arbeiten für die Umstellungszeit? Alles Gute, Monika

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