Themenbereich: Gesundheit

"Probleme am Arbeitsplatz"

Anonym

Frage vom 17.01.2007

Hallo und einen schönen Tag,

ich wende mich heute mit einem für mich großen Problem an Sie. Vor meiner Schwangerschaft war ich in einem pharmazeutischen Labor tätig indem mit giftigen und z.t auch erbgutverändernden Stoffen gearbeitet wurde. Ich war sehr gerne arbeiten und hatte ein sehr gutes Verhältniss zu meinem Chef. Seit ich meine Schwangerschaft bekanntgegeben habe darf ich nun nicht mehr im Labor tätig sein. Mein Chef war von der neuen Situation überhaupt nicht begeistert, hat mich gefragt wie ich mir das nun vorstelle. Seit dem sitze ich an einem anderen Ort an einem PC, Arbeit habe ich kaum. Ich leide seit Wochen unter Migräne, da ich das ständige Sitzen und den Bildschirm absolut nicht gewohnt bin. Ich habe meinen Chef nun schon mehrmals gebeten mir eine andere Arbeit zu geben, da die Kopfschmerzen mich wahnsinnig machen. Ohne Erfolg, er habe auch nichts, sagt er.

Ich habe mich nun an meinen Frauenarzt gewendet und ihm die Situation erklärt. Er sagt er könne nichts tun da es kein gynäkologisches Problem ist, ich solle im schlimmsten Falle Kündigen. Diese Aussage ist für mich absolut keine Alternative und deshalb kämpfe ich mich tapfer weiter durch den Alltag. Ich gehe viel an die frische Luft, Pfefferminzölanwendungen helfen nicht mehr, Paracetamol nehme ich auch, jedoch versuche ich die Dosis so gering wie nur möglich zu halten. Ich leide wirklich sehr unter der Situation, dennoch scheint es für mich keine Hilfe zu geben..... Haben Sie vielleicht einen Tipp für mich? Ich wäre Ihnen überaus dankbar!

Viele liebe Grüße

Antwort vom 17.01.2007

Hallo, auch wenn Sie kein gynäkologisches Problem haben, ist ja keine Lösung, dass Sie nun Schmerztabletten nehmen müssen. Eine eigene Kündigung in der Schwangerschaft wäre für Sie ja mit finanziellen Belastungen verbunden, die möglichst vermieden werden sollten. Eine Krankschreibung würde Ihne zumindest zeitweilig sicher gut tun. Wenn Ihr FA Sie nicht krankschreibt spricht nichts dagegen, wenn Sie einen Hausarzt aufsuchen, der Sie entweder krank schreiben kann oder Abklärung der Kopfschmerzen an einen Orthopäden oder Neurologen überweisen kann. Oftmals hilft Krankengymnastik, wenn die Kopfschmerzen durch Verspannungen ausgelöst werden. Wenn Sie selbst etwas tun (und bezahlen) möchten, dann käme auch der Besuch bei einem Ostheopathen in Betracht. Oft reichen dort wenige Termine aus um den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen, wenn es ein körperliches Problem ist. Er kann Ihnen aber auch sagen, wenn es nicht körperlich ist, sondern wenn die Kopfschmerzen durch die psychisch belastende Situation ausgelöst werden. Zu guter letzt könnne Sie sich noch eine Hebamme suchen, die Sie in der Schwangerschaft betreuen kann und Ihnen hilfreiche Tips geben wie Sie besser entspannen können oder wo Sie Hilfe finden, die für Sie individuell sinnvoll ist. Ich finde Ihr FA macht es sich ein bisschen einfach, wenn er meint es wäre nicht "sein Problem" weil es nicht gynäkologisch ist. Meiner Meinung nach wäre es trotzdem seine Aufgabe Sie an eine andere Stelle zu verweisen, bei der Ihnen weiter geholfen werden kann.
Alles Gute, Monika

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