Themenbereich: Geburt allgemein

"Gewichtszunahme um ein Kilo in einer Woche?"

Anonym

Frage vom 22.01.2007

Liebe Hebamme,
ich bin heute 37+5 SSW. Heute morgen war ich bei meiner Frauenärztin. Letzte Woche betrug das geschätzte Gewicht des Kleinen 3400 gramm (BIP:96, KU: 34,3, AU:34,2, FL:72). Heute wurde es auf 4300 gramm geschätzt (BIP: 100, KU: 35,5, AU: 37,8, FL:79). Auf dem CTG waren heute das erste mal 2 Wehen zu sehen. Nun habe ich einen Termin zur Geburtsplanung im Krankenhaus. Allerdings ist dieser erst am 30.Januar. Dort soll abgeklärt werden, ob der kleine Mann auf natürlichem Weg geboren werden kann, oder ob dafür das Risiko zu hoch ist. Ich mache mir nun gedanken, wie groß der kleine Mann noch werden will, und ob es nicht sinnvoll währe, einen Kaiserschnitt zu planen.
Vieleicht können Sie mir per "Ferndiagnose" irgendwie weiterhelfen. Ich bin doch jetzt sehr beunruhigt und verunsichert.
Meine Ärztin hat in den Mutterpass "Makrosomie" geschrieben, was soweit ich weis heißt, dass das Kind überdurchschnittlich groß ist. Kann es überhaupt sein, dass das Baby in einer Woche fast ein Kilo zugenommen hat? Mir kommt das sehr viel vor.
Ist es sinnvoll, irgendetwas zu machen, damit die Geburt vieleicht losgeht? Wenn ja, was kann ich tun.
Bis zum 30.1. ist es noch so lange hin und ich fürchte, dass ich bis dahin nicht wirklich gut schlafen kann.
Wenn ein Kaiserschnitt nötig oder sinnvoll ist, wann würde dieser in etwa gemacht werden? Mit was muß ich in den letzten Tagen (will nicht mehr von Wochen sprechen) der Schwangerschaft noch rechnen? Wie soll ich mich verhalten?
Ich weiß, dass das viele Fragen sind, aber vieleicht können Sie sie mir trotzdem beantworten.
Vielen Dank
Britta

Antwort vom 22.01.2007

Hallo, einer von beiden Werten ist mit ziemlicher Sicherheit falsch gemessen oder berechnet. Hatten Sie den selbst das Gefühl, dass der bauch überdurchschnittlich gewachsen ist in der kurzen Zeit? Wieso wird überhaupt im Wochenabstand geschallt? Sie sollten sich dringend mit einer freiberuflichen Hebamme in Verbindung setzen, die Sie untersuchen und entsprechend beraten kann. Ein Kaiserschnitt bringt meistens nicht so viel wie den natürlichen Geburtsanfang abzuwarten. Die Geburt einzuleiten bedeutet keinen Vorteil. Wenn es wirklich "eng" wird, dann kommen die Babys meist von alleine früher. Es passiert gar nicht so selten, dass die Babys nach der geburt dann doch viel leichter sind, als sie im US geschätzt wurden. Nur die äußere Untersuchung zusätzlich kann einen Eindruck vermitteln, ob die Werte auch stimmen können. Das Gewicht wird ja nicht gemessen, sondern nur anhand des Computers errechnet. Größere Abweichungen sind da durchaus normal. Sie können das Gewicht Ihres Baby postiv beeinflussen indem Sie auf Zucker, zuckerhaltige Getränke und Obst in Mengen (auch saft) verzichten. Da ich Ihnen wirklich nicht per Ferndiagnose weiter helfen kann, wäre ein termin mit einer Hebamme das sinnvollste für Sie um Ihre vielen Fragen ausreichend und gründlich zu beantworten, so dass Sie für sich einen Entscheidungskorridor haben. Lassen Sie sich nicht allzu sehr verunsichern. Meistens klappt alles trotzdem ganz normal.
Alles Gute, Monika

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