Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Schwangerschaft trotz Ausschabung?"

Anonym

Frage vom 29.01.2007

Vor 2 Wochen kam der Anruf unseres Gynäkologen = meine Frau ist schwanger. 7 Tage später setzten Blutungen ein und wir fuhren zum Arzt. Der war nicht da, ein anderer Gynäkologe behandelte meine Frau. Noch kurzem Ultraschall stand fest = keine Schwangerschaft sichtbar. Ohne grosse Infomation wurde meine Frau noch am selben Tag einer Ausschabung mit Vollnakose unterzogen. 2 Tage später hatte meine Frau eine starke Blasenentzündung die per Antibiotika behandelt wurde! Heute 6 Tage später fällt Sie in der Nacht in Ohnmacht. Per Krankenwagen in ein Krankenhause mit Gynäkologischer Notaufnahme. Es traten Blutungen auf. Sie wurde wieder per Ultraschall untersucht. Sofort war eine Intakte Fruchtblase mit aktiven Herzschlag zu sehen.Kann es durch die Ausschabung zu Fehlgeburten kommen? Wie wirkt sich die Vollnakose auf den Embryo aus? Die Ärztin hat so eine Situation erst EINMAL in ihrer Laufbahn erlebt, und blockt auch ihre Aussagen zum behandelnden FA. Hat der Arzt die Ausschabung zu früh angeordnet? Hätten wir noch abwarten sollen?

Antwort vom 29.01.2007

Hallo!Ich verstehe sehr gut, daß Sie verunsichert und verwirrt sind, denn es handelt sich in Ihrem Fall sicher um einen sehr seltenen Umstand. Es ist schwierig zu sagen, ob der Arzt zu schnell gehandelt hat. Es ist mit unter in sehr frühen Schwangerschaften nicht unbedingt eine positive Herzaktion festzustellen. Ich nehme an, daß die HCG-Werte geprüft worden sind vor dem Abbruch, die dann hätten erniedrigt sein müssen(wäre üblich). Ebenso nehme ich an, daß man in der Klinik erneut einen US gemacht hat(wenn nicht, wäre dies sicher fahrlässig). Keine Herzaktion und Blutungen weisen in der Regel auf eine nicht intakte Schwangerschaft hin und die konservative Maßnahme ist eine Ausschabung.
Es könnte sich eventuell um eine Zwillingschangerschaft gehandelt haben, bei der vermutlich eine Frucht abgestorben war, die dann ausgeschabt wurde, die andere befruchtete Eizelle aber intakt geblieben ist(es sind manche Umstände nicht mit Vernunft zu erklären). Wie hoch das Risiko ist, daß noch zu einer Fehlgeburt kommt, kann ich Ihnen nicht sagen, ebenso wenig, ob der Embryo Schaden erlitten hat. Das Risiko, daß die Narkose sich schädlich auf den Embryo ausgewirkt hat ist sehr gering. Frauen werden in der Schwangerschaft auch operiert. Außerdem handelt es sich bei einer Ausschabung um eine leichte Kurznarkose, die schnell vom Körper abgebaut wird.
Sie sollten auf jeden Fall ein klärendes Gespräch mit dem Gynäkologen Ihrer Frau suchen, in denen er die Sitution und sein Vorgehen noch einmal deutlich und eingehend erklärt und auch zu dem weiteren Verlauf der Schwangerschaft Stellung nimmt. Ich denke dieses Baby, welches jetzt im Bauch Ihrer Frau heranwächst hat seinen absoluten Lebenswillen bewiesen und möchte auf jeden Fall bei Ihnen bleiben. Alles Gute.
Cl.Osterhus

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