Themenbereich: Nachsorge

"Gebärmutter entfernt nach Geburt - wie soll ich mit Situation umgehen?"

Anonym

Frage vom 05.02.2007

Hallo. Ich bin 26 und habe im dezember 2006 mein erstes Baby geboren. Leider auch mein letztes. Ich war 11 tage über dem Termin. Meine Geburt wurde eingeleitet. Da die wehen sehr schmerzhaft waren, habe ich mich für eine PDA entschieden. Die Wehen fingen um 12 Uhr an. Kurz vor 24 Uhr war ich am Ende meiner Kräfte wo mein Baby schon fast draußen war. Deswegen wurde mein Baby mit der Saugglocke gezogen. 10 min. nach der nachgeburt fing ich stark an zu bluten. Die Blutung konnte nicht gestoppt werden. Da ich sehr viel Blut verloren habe, habe ich bluttransfusionen erhalten (4,5 l). Alle Versuche meine Gebärmutter zu erhalten schlugen fehl. Meine Gebärmutter wurde mir entfernt. Bin total fertig mit den Nerven, da ich mir ja noch 2 Kinder gewünscht hatte. Ich suche nach einer Antwort. Alle Ärzte sagen mir, dass es zu solchen Komlpkationen nach der Geburt kommen kann und dass es mir bei einem Kaiserschnitt höchstwahrscheinlich auch passiert wäre da mein Blut keine Gerinnung hatte und meine Gebärmutter sich nicht zusammenziehen wollte. Könnt ihr mir einen Rat geben wie ich mit der Situation umgehen soll? Kennt ihr Frauen denen so etwas auch passiert ist? Danke

Antwort vom 05.02.2007

Leider ist es tatsächlich so, wie Ihnen schon von Ihren behandelnden ÄrztInnen gesagt wurde: das kommt immer wieder vor, ist meist auch nicht abseh- und daher nicht vermeidbar und wäre wahrscheinlich bei einem Kaiserschnitt genauso passiert. Es schien bei Ihnen mit der Gerinnung zusammen zu hängen, die aus dem normalen Funktionskreis geraten war und die die Blutung unstillbar gemacht hat. Vermutlich war wirklich das einzige Mittel, Ihr Leben zu erhalten, die Entfernung der Gebärmutter. Diese Entscheidung haben Ihre ÄrztInnen sicher nicht leichtfertig getroffen. Für Sie und Ihren Mann ist es jetzt eine schlimme Situation, mit der Sie fertig werden müssen. Sie haben sich 3 Kinder gewünscht und müssen sich von diesem Wunsch verabschieden. Ich denke, Sie kennen die Möglichkeiten, mit denen Sie Ihre Familie trotzdem vergrößern können wie Adoption, Pflegschaften etc, aber im Vordergrund steht erst mal der Verlust der Möglichkeit, eigene Kinder zu bekommen, nicht wieder schwanger werden zu können. Aus meiner Sicht würde Ihnen bestimmt helfen, sich mit Hilfe von psychologischer Unterstützung (Beratung, Therapie) mit dem Problem auseinander zu setzen und neue Wege zu finden. Adressen finden Sie einerseits übers Telefonbuch/ Internet, andererseits auch über Empfehlungen von Ihrer Ärztin, von FreundInnen/ Bekannten; reden Sie mit anderen darüber, das ist sehr wichtig um weiter zu kommen. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

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