Themenbereich: Recht & Rat

"ermöglicht das Mutterschutzgesetz Reduzierung der Arbeitszeit?"

Anonym

Frage vom 06.02.2007

Hallo liebes Hebammenteam,
ich habe seit einigen Tagen mittelstarke Unterleibsschmerzen. Da ich auf Arbeit viel Stress habe, schiebe ich es darauf. Nun habe ich schon gelesen, dass man viel Ruhe braucht. Kann man sich auch halbtags ein Beschäftigungsverbot aussprechen lassen oder was raten Sie mir. Vielen Dank für Ihre Antwort!!!

Antwort vom 08.02.2007

Hallo, wenn Beschwerden vorhanden sind, kommt eine Krankschreibung in Frage. Beschäftigungsverbote werden für bestimmte Beschäftigungen ausgesprochen, die in der Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko verbunden sind. Das gilt z.B. für Ballett-Tänzerinnen, Flugbegleiterinnen oder wenn Sie mit gesundheitsgefäührdenden Stoffen arbeiten. In dem Fall bezieht sich das Verbot auf die Beschäftigung an sich. Es ist dann auch nicht erlaubt diese Beschäftigung halbtags auszuüben. Auch eine Krankschreibung gilt immer für den ganzen Tag. Meistens ist es auch sinnvoller eine Weile ganz auszusetzen und dann wieder zu arbeiten, als sich immer an der Grenze der Belastbarkeit zu bewegen. Sprechen Sie mit Ihrem FA über die Möglichkeiten, die zu Ihnen, Ihrer Arbeit und Ihren Beschwerden passen. Wenn medizinischerseits keine der Möglichkeiten in Betracht kommt (eventuell auch so) sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber und bitten Sie ihn Ihre Arbeit so zu gestalten, dass Sie mit dem Schwangerschaftsbefinden vereinbar ist. "Viel Ruhe" ist relativ und lässt sich nicht immer umsetzen z.B. auch dann nicht, wenn schon kleine Kinder da sind). Alles Gute, Monika

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