Themenbereich: Beginn der Beikost

"Wie nimmt mein Kind mehr zu?"

Anonym

Frage vom 26.02.2007

Hallo,
meine Tochter Helene ist jetzt 7 Monate alt. Seit der Geburt ist sie eher klein und zart und ähnelt damit mir. Bei der U5 wog sie in der letzten Woche 6420g und ist 65cm groß. Ich habe sie ein halbes Jahr voll gestillt und habe vor einem Monat mit der Beikost angefangen. Sie hat von Anfang an gut gegessen, so dass ich das Mittagsstillen schnell durch den Brei ersetzen konnte. Vor zwei Wochen habe ich auch mit dem Abendbrei angefangen, den sie auch gut isst. Allerdings hat sie seit der Einführung der Beikost nicht mehr durchschnittlich 400g pro Monat zugenommen (8.01. 5900g, 22.02., 6420g). Sie trinkt nachmittags und vormittags nun auch nicht mehr soviel Muttermilch wie früher, nur eine Seite nach ca. 3 Stunden. Ich stille sie aber kurz vor Mitternacht und nachts noch einmal (trinkt dann sehr gut) sowie am frühen Morgen, so dass sie auf 4 Stillmahlzeiten kommt. Die Kinderärztin meinte, ich soll ihr zwischendurch Banane geben wegen der Kalorien und bald mit dem Nachmittagsbrei anfangen. Ich mache mir Sorgen wegen der Gewichtszunahme. Die Ärztin meinte, sie ist zu leicht. Wie geht es mit der Ernährung weiter? Soll ich das stillen beenden? Wie nimmt sie mehr zu? Ist es gut, wenn ich den Abendbrei mit Vollmilch, Butter und Obst anreichere?
Danke für Ihr Hilfe!

Antwort vom 26.02.2007

Hallo, es besteht kein Grund abzustillen, vor allem ist überhaupt nicht gesagt, dass die Gewichtszuname Ihrer Tochter ohne Muttermilch besser wäre. Immerhin hat Sie mit dem Stillen ja gut zugenommen bis zur Beikosteinfahrung. Muttermilch enthält alle notwendigen Stoffen und das vor allem in einer Form, die leicht verdaulich fürs Kind ist. Durch übertriebenen Druck und Sorge wird die Begeisterung beim Kind fürs Essen meist nicht gesteigert. Das Wesentlichste dürfte wohl sein, dass Ihr Kind einen zufriedenen Eindruck macht und offenbar ja auch gerne isst. Bei aller Gewichtskontrolle ist nicht zu vergessen, dass es einfach unterschiedliche Ess gewohnheiten und Konstitutionen gibt. Das ist im Säuglingsalter nicht anders als bei Erwachsenen. Wenn auch Sie eher zart waren, dann ist Ihre Tochter einfach so ud es besteht kein Grund zur Sorge. Egal was Sie jetzt füttern würden, würde Ihre Tochter nicht zu einem drallen, kräftigen Kind werden. Ich würde Ihnen daher eher empfehlen so langsam die Beikosteinführung weiter zu betreiebn, wie es Ihrem und Ihrem Kind entspricht. Dabei dürfte ein langsamer Übergang zu besseren Messergebnissen führen, als wenn Sie jetzt überstürzt die Nahrung anreichern. Banane gehört nicht zu den Lebensmitteln, deren Gabe am Anfang empfohlen wird. Wenn Sie Pech haben, würde es zu Verstopfung und insgesammt vermindertem Appetit führen.
Lassen Sie sich durch die Werte nicht unnütz verunsichern. Solange Ihre Tochter mit Lust isst und einen agilen Eindruck macht, wird sie weder verhungern noch einen bleibenden Schaden nehmen. Berücksichtigen Sie, dass im letzten Monat viel Neues auf Ihr Kind zugekommen ist, was die Ernährung betrifft. Da darf die Gewichtsentwicklung schon mal Schwankungen aufweisen. Ich wünsch Ihnen alles Gute, Monika

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