Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Wieso ist das Kind zu klein?"

Anonym

Frage vom 28.02.2007

Hallo zusammen! Ich bin zwar nicht die werdende Mami aber eine besorgte Schwester und baldige Gota und ich freu mich rießig auf den kleinen Sonnenschein, aber das Problem ist das meine Schwester nun in 36 SSW ist und das Baby viel zu klein scheint, der Kopf sei in der Norm aber der Körper ist ca.4-5 Wochen zurück, das errechnete Gewicht mehrerer Ärtzte im KH liegt bei ca.1900gramm und es tut sich im moment nicht wirklich was beim Gewicht, nun hat man alles abgemessen die Blutströme, Augenabstände, Nackenfalte( ließ sie schon sehr früh messen und war hervorragend),aber irgendetwas scheint nicht zu stimmen, eine Infektion hat der kleine auch nicht nun hat sie sich eine Fruchtwasser Untersuchung machen lassen um das Down Syndrom ausschließen zu können, sie hat schreckliche Angst, was ist da los?

Antwort vom 28.02.2007

Hallo, was genau los ist, lässt sich übers Internet natürlich noch viel weniger sagen als bei den Untersuchungen. Der Sinn der Untersuchung auf Down-Syndrom zu diesem späten Zeitpunkt der Schwangerschaft erschließt sich mir nicht. Was soll das denn noch für eine Konsequenz haben?
Es ist möglich, dass es sich einfach nur, um eine Mangelentwicklung habndelt. Das ist zwar verunsichernd und beunruhigend in der Schwangerschaft, nach der Geburt neigen die Kinder aber dazu das Defizit durch Nahrungsaufnahme wieder auszugleichen. Falls Ihre Schwester Eisenpräparate nimmt, könnte es gut sein, die wegzulassen, weil dadurch das Blut "angedickt" wird und nicht so gut fließt (und versorgt) wie wenn es dünner ist. Eine ausreichende Eiweißzufuhr ist sehr wichtig. Sollte Ihre Schwester Vegetarierin sein, dann wäre es an der Zeit gutes Fleisch zu essen oder vermehrt andere Produkte, die viel Eiweiß enthalten. Wenn die normale Geburtsmedizin keine Ursache und vor allem keine Behandlungsmöglichkeit findet, dann kann sich Ihre Schwester zusätzlich von einer Hebamme betreuen lassen, die mit Ihr der Reihe nach Möglichkeiten durchgehen kann, wie eventuell eine positive Beeinflussung möglich ist. Daz kann auch gehören, dass Ihre Schwester Methoden zur Entspannung übt. Es bringt ja nichts jetzt nur in Angst zu vergehen. Sie müsste vielmehr sehen, dass es Ihr selbst gut geht und damit auch das Kind positiv beeinflusst wird. Das Kind so anzunehmen wie es ist, Zuversicht entwickeln und Vertrauen haben, scheinen zwar nicht so wichtig zu sein, angesichts der technischen Errungenschaften, aber letztendlich haben solche Faktoren doch einen positiven Einfluss. Manchmal hilft einem frühes Wissen durch ausgefeilte Diagnostik einfach weniger weiter, vor allem, wenn keine Handlungsalternative daurc eröffnet wird. Kinder, die "zu klein" sind, kommen oft früher oder besonders schnell. Nach der Geburt ist dann nichts weiter feststellbar, außer vielleicht, dass es eine kleine Nachgeburt war, die das Kind versorgen musste. In diesem Fall bleiben erst die weniger wichtigen Körpermaße zurück und alle verfügbare Energie wird dem Kopfwachstum und der Gehirnentwicklung zur Verfügung gestellt. "Der Rest" kann dann nach der Geburt gut aufholen. Für manche Menschen gehört es zu Ihrem Lebensweg dazu, dass sie eine andere Erfahrung machen, als alle anderen. Das muss nicht unbedingt schlecht sein. Das werden dann eher Kämpfernaturen, als Menschen, die sich darauf verlassen, dass sie versorgt werden.
Vielleicht kann Ihner Schwester die Hebammenbetreuung helfen andere Perspektiven zu entwickeln. Sie als Schwester können unterstützen indem Sie Ihrer Schwester Mut machen, "Horrorgeschichten" von ihr fernhalten und sie zu nichts drängen, was sie aus eigenem Antrieb ablehnt.
Alles Gute, Monika

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