Themenbereich: Abstillen

"Was kann ich tun, damit auch die Nächte ruhiger und harmonisch werden?"

Anonym

Frage vom 20.04.2007

Liebes Hebammenteam !
Mein Sohn ist 16 Monate alt. Bis zum 12. Lebensmonat habe ich ihn voll gestillt, weil er erst spät am Essen Gefallen gefunden hat. Jetzt stille ich ihn noch zweimal und zwar einmal vorm Schlafengehen und einmal in den frühen Morgenstunden. Bis zum 10. Lebensmonat hatte er zwar oft Probleme mit dem Einschlafen, aber wenn er mal geschlafen hat, dann ist er nur zum Stillen wach geworden und zwar je nach Alter drei bis einmal nachts. Seit Oktober hat sich jedoch sein Schlafverhalten geändert. Er wird nachts nur noch einmal gestillt, wird jedoch drei bis acht mal wach. Eigentlich wird er gar nicht richtig wach. Er weint mit ganz fest geschlossenen Augen. Wenn ich nicht gleich zu ihm ins Zimmer gehe, um ihn zu beruhigen, weint er immer mehr und ist dann um so schlechter zu beruhigen. Manchmal sitzt er auch schon in seinem Bett wenn ich ins Zimmer komme, aber er ist wie gesagt nicht wirklich wach. Es ist als wenn er durch irgendwas am Schlafen gehindert wird und das belastet ihn selbst. Er möchte eigentlich selbst nur in Ruhe weiter schlafen. Manchmal reicht es wenn ich ihn kurz streichele und seine Hand nehme. In letzter Zeit muss ich ihn aber eigentlich immer aus dem Bett herausnehmen um ihn zu beruhigen. Er beruhigt sich meist ziemlich schnell auf meinem Arm. Manchmal muss ich ihm auch sagen, dass jetzt gut ist und dass nun weiter geschlafen wird. Dennoch verbringe ich jedes mal einige Zeit in seinem Zimmer, denn wenn ich gleich wieder raus gehe, wird er gleich wieder wach. Ich muss warten bis er fest schläft und schlafe natürlich auch selbst danach nicht gleich wieder ein. Ich bin mir sicher, wenn er sprechen könnte und man würde ihn am nächsten Morgen darauf ansprechen, wüsste er von nichts. Er selbst erlebt das meines Erachtens nicht bewusst mit. Ab und zu nehme ich ihn auch mit zu mir ins Bett, wenn ich es leid bin ständig aufzustehen. In meinem Bett schläft er ruhiger, aber selbst da wird er ab und zu wach. Dann kann ich aber gleich mit der Hand rüberlangen und bekomme ihn schneller beruhigt, als wenn erst ein paar Sekunden verstreichen, bevor ich in seinem Zimmer mit. Es ist dann also bequemer für mich, aber es ändert an dem Problem nichts, dass mein Sohn unruhig schläft, nicht durchschläft. Er wird übrigens nicht zu festen Zeiten wach, sondern das ändert sich ständig phasenweise. Mal wird er schon nach einer Stunde zum ersten Mal wach, dann erst nach drei Stunden. Mal wird er in der ersten Nachthälfte öfter wach, dann wieder auch morgens. Tagsüber macht er nur noch ein Schläfchen. Da wird er auch nach ca. 1 ¼ Stunde wach. Dann schnappe ich ihn mir sofort und lege mich mit ihm zusammen in mein Bett, dann schläft er noch einmal eine Dreiviertel Stunde. Er kommt somit auf einen zweistündigen Mittagsschlaf und den braucht er auch, sonst ist er zu kaputt. In seinem Bett bekomme ich ihn tagsüber nicht beruhigt, er wird dann hellwach. Deshalb muss ich mich schnell zusammen mit ihm hinlegen. Aufgefallen ist uns, dass er teilweise sehr geräuschempfindlich ist. Je nachdem in welcher Schlafphase er ist, wird er oft durch kleinste Geräusche wach. Er wird aber auch wach, ohne dass mir irgendein Geräusch bewusst ist. In den frühen Morgenstunden lässt er sich dann nur durch Stillen beruhigen. Eine Zeit lang war das so gegen 4:30 Uhr. Seit ein paar Wochen ist es jedoch eine Stunde eher. Ich weiß nicht warum und es belastet mich auch, denn seit dem wird er auch morgens eine Stunde eher wach und schläft auch in den letzten Morgenstunden unruhiger. Vorher hat er von 20:00 Uhr bis ca. 7:30 Uhr in seinem Bett gelegen. Jetzt wird er nun schon 6:30 Uhr wach. Ich merke aber, dass auch ihm diese Stunde eigentlich fehlt. Und er wird oft weinend oder zumindest jammerig wach und schläft mir mittags beinahe beim Essen ein. Stille ich ihn gegen 3:30 Uhr nicht, schreit er unaufhörlich und lässt sich durch nichts beruhigen. Er hat in letzter Zeit zwar abends weniger Appetit, aber er musste nachts auch dann gestillt werden, wenn er abends viel gegessen hat. Ich weiß also nicht ob da ein Zusammenhang besteht. Außerdem kann ich ihn ja abends nicht zum Essen zwingen. Es ist scheinbar wie eine innere Uhr. Er wird eben um eine bestimmte Zeit wach und braucht dann die Brust. Und ich möchte ihn nicht wie am Spieß schreien lassen um ihm das abzugewöhnen. Abends stille ich ihn übrigens noch, immer in der Hoffnung, dass er dann noch mehr satt ist. Außerdem habe ich Angst, dass die Milch versiegt, wenn ich nur noch einmal stillen würde und das wäre ja wie gesagt in den frühen Morgenstunden die Katastrophe. Angefangen haben die Schlafprobleme als mein Mann für eine Woche ins Krankenhaus kam. Ich habe ihn in der Zeit mit meinem Sohn zusammen zweimal am Tag besucht. Außerdem sind wir auch unseren anderen Aktivitäten wie Krabbelgruppe, Babyschwimmen, einkaufen usw. nachgegangen. Das war eine hektische Woche. Aber das ist doch nun schon ein halbes Jahr her! Mein Sohn hat schon 16 Zähne. In den letzten Monaten war und ist eigentlich ständig ein Zahn am Kommen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das zu Monate langen Schlafproblemen führen kann. Oft raten Sie ja den Frauen abzuwarten und gehen davon aus, dass es eine Entwicklungsphase ist. Aber ich warte nun schon so lange ab und langsam gehen meine Kräfte zu Ende und die Beziehung leidet auch schon darunter. Wir sind auch schon homöopathisch in Behandlung aber auch das hat bisher nichts geholfen.
Einschlafen tut unser Sohn übrigens in meinem Beisein, ich sitze neben dem Bett und halte Händchen. Wir haben es auch schon anders probiert. Es hat auch immer mal ein paar Wochen geklappt, aber dann kamen immer wieder Phasen, wo er geweint hat und irgendwann war bei mir der Punkt erreicht, wo ich wusste, dass ich ihn nicht mehr weinen lassen will und nun schläft er innerhalb von zwei bis zehn Minuten ein, erzählt manchmal noch was und schläft beruhigt ein. Dabei fühle ich mich auch gut.
Als es im Oktober anfing, wurde er übrigens nachts noch öfter wach als jetzt. Bis zu 12 mal nachts! Das wurde besser als wir sein Bett aus unserem Schlafzimmer in sein Zimmer stellten. Ich vermute, dass er nun besser schlafen konnte, da es weniger Geräusche gab.
Neulich hatten wir Besuch der einige Tage bei uns schlief. Da wurde er auch nachts öfter wach. Ich denke auch durch die vermehrten Geräusche. Manchmal denke ich er hat teilweise einen katzenähnlichen Schlaf. Woher kommt das? Kann man dagegen was tun?
Wenn er neben mir im Bett liegt, bekomme ich aber auch mit, wie er scheinbar ohne Grund anfängt zu zucken, sich hin und her zu wälzen, zu wimmern und schließlich zu weinen.
Tagsüber ist er meist ein sehr ausgeglichenes, ruhiges, liebes, zufriedenes Kind.
Was kann ich tun, damit auch die Nächte ruhiger und harmonisch werden?
Vielen Dank im Voraus für eine Antwort.

Anonym

Antwort vom 20.04.2007

Hallo, Sie beschreiben, dass Sie am Ende Ihrer Kräfte angelangt sind und fragen um Hilfe. Die kann ich Ihnen in dem Umfang nicht übers Netz geben. Suchen Sie sich vor Ort eine Erziehungsberatungsstelle oder eine Schreiambulanz/ Schlafambulanz für Babys. Oft helfen schon wenige Gespräche, um wieder Boden unter den Füßen zu kriegen und dann wird Ihr Kind auch wieder ruhiger schlafen und seltener wach werden.
Die Brust kann sich auch darauf einstellen, nur noch 1x in 24h zu stillen. Wenn Sie also das abendliche Stillen ablegen möchten, können Sie das tun, ohne nachhher gar keine Milch mehr zu haben.
Alles Gute! Barbara

21
Kommentare zu "Was kann ich tun, damit auch die Nächte ruhiger und harmonisch werden?"
Es wurden noch keine Kommentare verfasst! Schreibe doch einen.

Kommentar verfassen


Das könnte dich auch interessieren:

Magazin-Links zum Thema:

Frag das babyclub.de Hebammenteam!
Jetzt kostenlos persönliche Frage stellen: