Themenbereich: Stillen allgemein

"Habe ich zu wenig Milch?"

Anonym

Frage vom 24.04.2007

Hallo! Mein Sohn ist heute 3 Wochen alt geworden, hat bei der Geburt 3340 g gewogen und wiegt jetzt 3660 g. Dennoch habe ich das Gefühl, dass er seit ca. 4 Tagen nicht mehr richtig trinkt. Er braucht pro Stillmahlzeit rund anderthalb Stunden und hat danach laut Waage nur ca. 50 ml getrunken. Auch ist er nach dem Stillen immer noch unruhig und schreit fast den ganzen Tag. Ich weiß nicht, ob ich zu wenig Milch habe (trinke aber 2-3 Liter pro Tag und versuche, mich ausreichend zu ernähren; zudem hat er in den ersten Wochen ja genug bekommen) oder der Kleine eine falsche Saugtechnik hat (stille leider mit Stillhütchen, da er mir am Anfang die Brustwarzen zerbissen hatte, und jetzt will er nicht mehr ohne Hütchen trinken) oder ob er einfach nicht so viel braucht (er hat 4-5 volle Stuhlgang-Windeln pro Tag - keine Ahnung, wieviel Urin mit dabei ist). Aber ich kann ihn doch nicht rund um die Uhr anlegen, zumal das ja auch ungesund sein soll für das Kind, wenn immer wieder frische Milch auf die schon im Bäuchlein vorverdaute trifft (es heißt doch, man solle zumindest 2 h warten zwischen den Stillmahlzeiten). Wie kann ich ihn denn dazu bringen, wieder richtig effektiv an der Brust zu trinken? Bin schon ganz verzweifelt, weil ich zu nichts anderem mehr komme als stillen oder trösten. Vielen Dank!

Anonym

Antwort vom 24.04.2007

Hallo,

Ihrer Beschreibung nach ist Ihr Sohn in einem wunderbaren Zustand, er hat gut zugenommen, 4-5 volle Windeln sprechen für eine absolut ausreichende Milchmenge.
Das wichtigste jetzt ist, machen Sie sich keine Sorgen!
Die dritte Lebenswoche der Kinder ist immer eine sehr anstrengende, da dort vermehrt Wachstumsschübe stattfinden. Das bedeutet viel Weinen, Unruhe, Suche nach Nähe etc. Aber das Gute dieser Schübe ist, sie hören nach ein paar Tagen wieder auf, wenn man dem Kind in dieser Zeit seine Bedürfnisse erfüllt.
Natürlich machen mich die Stillhütchen nicht wirklich glücklich, Sie sollten versuchen von diesen loszukommen. Versuchen Sie Ihren Sohn, wenn er noch nicht hysterisch schreit, also in Ruhe an die Brust zu legen.
Denken Sie selber auch gar nicht so viel darüber nach, denn wenn er merkt, daß Sie schon so angespannt sind, überträgt sich das leider auf das Kind.
Also mit Ruhe und Entspannung immer wieder versuchen, es klappt 10 mal nicht, und beim nächsten Versuch trinkt er plötzlich, als hätte er nie etwas anderes gekannt.....
Falls er sich aber wirklich fürchterlich wehrt, dann versuchen Sie Ihn nur die ersten 3-4 Schlucke mit dem Hütchen zu füttern, und dann müssen Sie versuchen das Hütchen ganz schnell zu entfernen. Dann sofort wieder ohne Hütchen anlegen, daß hat bei vielen Nachsorgen von mir schon geholfen. Nur Mut, nicht aufgeben, er wird das schaffen.
Außerdem würde ich Sie bitten, kontaktieren Sie doch noch eine Hebamme in Ihrem Ort. Sie haben Anspruch auf Hebammenhilfe bis zur 8.Woche, dann kann die Kollegin Ihnen noch einmal konkret beim Anlegen helfen.

Viele Nerven!

Diekmann

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