Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Könnte mein Kind mangelversorgt sein?"

Anonym

Frage vom 09.05.2007

Hallo,

ich war am Montag beim meiner FA und hatte mein drittes Screening. Dabei entdeckte meine FA eine "veg. Randverkalkung" der Plazenta. So zumindest der Wortlaut im Mutterpass. Sie scheint nur leicht zu sein, aber sie ist eben bereits da. Nachdem ich nun im Internet recherchiert habe bin ich leider noch viel beunruhigter. Eine Plazentaverkalkung in der 30. SSW scheint sehr früh zu sein, oder? In der 25 Woche war ich noch beim Feindiagnostiker und da war von Kalkspuren noch nichts zu sehen. Auch die Entwicklung war zu diesem Zeitpunkt zeitgerecht und genetische Defekte, Missbildungen etc konnten nicht entdeckt werden.
Ich mache mir seit Montag riesige Gedanken, dass mein Kind schlecht versorgt werden könnte und kann kaum 5 Min. an etwas anderes denken.

Die Maße liegen zwar alle noch innerhalb der Wachstumskurve, aber eher am unteren Rand. Also unter dem "dicken schwarzen" Strich, aber über dem "dünnen Schwarzen". Die Kleine wiegt jetzt (29+3)
1100 Gramm (BPD 7,7--FOD/KU 9,4/28--ATD 7,16--
APD 21--FL/HL 5,4). Sind die Werte wirklich so schlecht?
Die Fruchtwassermenge ist laut FA in Ordnung.

Meine Ärztin meinte, dass es wohl eher ein 2800 Gramm Baby als ein 4000 Gramm Baby werden wird. Kann man jetzt wirklich schon sagen? In meiner Familie (Mutter, Schwester) waren die Babys zwar nie riesen Brummer, aber um die 3000/3400 Gramm hatten sie schon.
Jetzt soll in 2 Wochen bei der nächsten Untersuchung nochmal ein Screening gemacht werden um zu prüfen, ob sich die Kleine weiter "gut" entwickelt und ihr Wachstum nicht stagniert.
Sie meinte zwar wir sollten uns keine Gedanken machen, aber Ärzte sagen sowas ja immer... Ich weiß wirklich nicht wie ich die nächsten 2 Wochen überstehen soll. Und nachdem ich so viele schreckliche Dinge über Plazentainsuffizenzen usw. gelesen habe mache ich mir natürlich nur noch mehr Gedanken.
Besonders Angst macht mir, dass die Kleine aufgrund einer Unterversorung früher geholt werden müsste oder die Unterversorgung zu spät bemerkt werden könnte.Woher auch immer das kommt.

Woher kann die so früher Verkalkung denn kommen? Weder rauche ich noch habe ich Schwangerschaftsdiabetis.

Liebe Grüße

Antwort vom 12.05.2007

Hallo!Jetzt holen Sie erst einmal tief Luft und versuchen Sie sich zu beruhigen. Sie haben leider(wie viele werdende Eltern) die Erfahrung gemacht, daß alles kontrollieren und untersuchen, nicht das Risiko minimiert, sondern nur die Ängste schürt.
Wenn die Lage so bedenklich wäre, hätte Sie Ihre Ärztin nicht nach Hause gehen lassen und Sie früher zur Kontrolle einbestellt. Die Maße Ihres Kindes sind meines Erachtens normal. Es sind Grenzen nach Erfahrungswerten festgelegt und da gibt es eben Kinder die an der oberen Grenze und solche, die an der unteren Grenze liegen. Das ist auch später so, wenn die Wachstumskurven für Säuglinge ausschlagegebend sind. Ihre Schwester und Mutter haben auch kleine Kinder bekommen und ein US hat eine Schwankungsbreite von/bis zu 300gr., somit wäre Ihr Kind schon wieder im Rahmen.
Ich verstehe ja, daß Sie sich Sorgen machen und sich wohlmöglich auch mit verantwortlich fühlen, aber so eine Verkalkung(und sie ist minimal) kann auch ohne Risikofaktoren, wie Rauchen oder Diabetes entstehen. Eine Schwangerschaft nimmt im Organismus einen großen Einfluß, der nicht gänzlich überschaubar ist.
Es handelt sich hier wirklich nicht um einen Notfall. Es ist gut, daß es die Möglichkeit der Kontrolle gibt, daß heißt aber nicht das es einen Handlungsbedarf gibt. Versuchen Sie es sich gutgehen zu lassen, denn das hat mit Sicherheit einen besseren Einfluß auf Ihr Kind, als wenn Sie sich ständig den Kopf zerbrechen(vor allem nicht alle Horrorgschichten lesen, schlimmer gibt es immer). Begleiten Sie Ihr Kind weiter mit Freude und Zuversicht an sein großes Ziel. Sie sollten sich vor Ort jetzt schon an eine Hebamme wenden(wird von der Kasse bezahlt), mit der Sie Ihre Sorgen und Ängste besprechen können. Alles Gute.
Cl.Osterhus

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