Themenbereich: Stillen allgemein

"nächliches Stillen abgewöhnen?"

Anonym

Frage vom 12.06.2007

Hallo liebes Hebammen-Team, leider lasse ich mich immer wieder von anderen verunsichern, was das Thema Durchschlafen angeht. Ich bin in einer Krabbelgruppe, wo in den letzten 2 Monaten alle Mütter ihren nun 6-8 Monate alten Babys die nächtlichen Brustmahlzeiten abgewöhnt haben, und die Babys aus dem Elternschlafzimmer verbannt und so zum Durchschlafen gebracht worden sind. Ich bin mittlerweile die einzige, die nachts noch stillt, derzeit etwa zweimal, und das Babygitterbett ist immer noch nach "Babybay-Prinzip" an unsere Bett angebaut. Meine Tochter ist 7 Monate alt und bekommt mittlerweile mittags und am frühen Abend Breimahlzeiten. Abends schläft sie gut alleine ein, und auch nach dem nächtlichen Stillen taucht sie schnell wieder ab. Das nächtliche Stillen mit ihr direkt neben unserem Bett war für uns, da wir beide beruflich ziemlich angespannt sind, einfach die komfortabelste Lösung. Derzeit habe ich aber Probleme, danach wieder einzuschlafen und liege oft bis zum Morgen wach, was mich total aufreibt. So kommt jetzt langsam doch der Wunsch bei mir auf, selbst mal wieder durchschlafen zu können, vor allem, wenn ich dann noch die "Erfolgsstories" anderer Mütter höre. Trotzdem sträuben wir uns beide immer noch gegen eine "Rosskur", bei der mein Freund eine Weile für die nächtliche Beruhigung / Brustablenkung der Kleinen zuständig ist, mal davon abgesehen, dass ich bezweifle, ob das klappen kann, da er extrem tief schläft und sie auch sonst oft nicht hört. Aber einfach warten und hoffen, dass die Kleine irgendwann von selbst mehr schläft, kann ich mir derzeit auch nicht mehr vorstellen. Auch hätten wir gerne irgendwann mal wieder unser Schlafzimmer für uns, aber Voraussetzung für ihren Umzug wäre, dass sie uns nicht ständig ruft. Ich weiss gerade einfach nicht, wie entscheiden, und dabei ist es ja gegenüber den Babys so wichtig, dass man selbst zu seiner Entscheidung, welcher auch immer, steht, und konsequent damit ist. Vielleicht können Sie mir einen Fingerzeig geben?

Antwort vom 12.06.2007

Hallo!Zunächst einmal sollten Sie sich nicht von Erfolgstories bzw. Geschichten anderer Eltern beeindrucken lassen, denn meistens ist nicht alles Gold was glänzt. Eine Schwangerschaft ist so individuell wie die Frau, die das Kind austrägt und das Leben mit dem Kind ist ebenso individuell wie die Lebensweise und Beziehung der Eltern.
Somit ist es richtig, daß Sie für sich die richtige Lösung finden sollten und Ihre Entscheidung Ihrer Tochter deutlich machen sollten. Dabei sollten Sie, wie Sie selber erwähnten, möglichst konsequent sein.
Ich denke, daß für Sie der Zeitpunkt(denn es ist nicht unnormal,daß ein Kind mit 7 Monaten nachts noch trinkt) da ist, daß sich etwas ändern muß, denn Sie haben Bedürfnisse, die nicht befriedigt werden, aber für ein entspanntes Familienleben ist das notwendig.
Sie sollten also kein schlechtes Gewissen haben und vor allem auch nicht dabei, wenn Sie Ihren Mann ein Zeit lang mehr in die Pflicht nehmen. Sprich-wenn er Ihre gemeinsame Tochter nicht hört, scheuen Sie sich nicht ihn zu wecken, damit er zu ihr geht. Sie haben das nun auch schon 7 Monate gemacht.
Da Sie bruflich sehr eingespannt sind, versucht Ihr Kind wahrscheinlich verpaßte Kuschelzeiten am Tag, nachts nachzuholen. Versuchen Sie diese auf den Abend zu verlegen mit einem ausgedehnten Ins-Bett-Geh-Ritual. Achten Sie bei den Breimahlzeiten auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Sie könnten den Abendbrei auch mit einem Breisauger füttern, damit wird das Saugbedürfniss befriedigt.
Am wichtigsten ist aber, daß Sie wissen(am besten gemeinsam)was Sie wollen und das auch umsetzen. Viel Erfolg und alles Gute.
Cl.Osterhus

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