Themenbereich: Kinderwunsch allgemein

"War eine Pilzinfektion verantwortlich für Muttermundsöffnung?"

Anonym

Frage vom 25.07.2007

Hallo!
Ich habe in der 25. Schwangerschaftswoche einen Kaiserschnitt wegen der Muttermundöffnung gehabt. Das Kind ist am nächsten Tag verstorben. Ich kann immer noch nicht begreifen, warum es passiert ist. Jetzt hat mein FA eine Pilzinfektion bei mir festgestellt. Ich habe es und alles, was dazu gehört (Ausfluss, Brennen...), ziemlich oft. Kann die Pilzinfektion eine Verursache von der Muttermundöffnung sein? Was könnten Sie mir für eine evtl. mögliche neue Schwangerschaft empfehlen? Was muss ich beachten?
Danke

Antwort vom 28.07.2007

Hallo, es tut mir sehr leid für Sie, dass Sie Ihr Kind verloren haben. Es ist ganz normal, dass danach eine Phase kommt, in der neben der Trauer die Frage nach dem warum auftaucht. Eine Muttermundsöffnung kann durch Infektionen begünstigt werden. Dass Sie nun eine Pilzinfektion haben, heisst aber nicht, dass Sie vorher auch schon eine hatten. Sie hätten das sicher genauso bemerkt, wie Sie es jetzt merken und feststellbar wäre sie auch gewesen. Pilzinfektionen sind in der Schwangerschaft durch den veränderten Stoffwechsel eher häufiger und es sind nicht die Infektionen, die für Frühgeburtlichkeit hauptsächlich verantwortlich gemacht werden. Seltener kommt es zu Pilzinfektionen wenn Sie nur Baumwoll-Slips tragen und vor allem auf zuckerhaltiges (auch Obst und Fruchtsaft in Mengen) verzichten. Sicher ist, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Zahnfleischentzündungen und Frühgeburtlichkeit. Da beides in unterschiedlichen Fachrichtungen der Medizin angesiedelt ist, wird es auch besonders häufig nicht gesehen oder sogar im Hinblick auf die Schwangerschaft nicht behandelt. Sollten Sie an Paradontose leiden, so empfielt sich unbedingt eine Behandlung vor der nächsten Schwangerschaft. Auch eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung kann sinnvoll sein. Ihre Chancen auf eine erneute Schwangerschaft mit ausgetragenem Kind sind größer, wenn Sie nach Kaiserschnitt mindestens ein Jahr warten bis zu einer nächsten Schwangerschaft. Sie können in einer nächsten Schwangerschaft mit ph-Teststäbchen selbst kontrollieren, ob der PH-Wert in der Scheide normal ist oder ob abweichende Werte einen Hinweis auf eine Infektion geben. Bei den allermeisten Frühgeburten ist keine Ursache feststellbar und deshalb auch keine Vorbeugung oder Behandlung möglich. Es ist möglich, dass eine weitere Schwangerschaft völlig problemlos verläuft. Meistens ist sie nach dem tragischen Verlust des vorangegangenen Kindes durch Angst belastet. Es kann Ihnen dann helfen, wenn Sie frühzeitig zusätzlich zu den Vorsorgeuntersuchungen eine Hebamme in Anspruch nehmen, die Ihre Fragen beantworten und Ihnen helfen kann Vertrauen und Zuversicht in die Schwangerschaft zu entwickeln.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika

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