Themenbereich: Kaiserschnitt

"Kaiserschnitt nach Uterusperforation - sinnvoll?"

Anonym

Frage vom 04.08.2007

Hallo!

Ich bin in der 27 SSW und mir geht es so weit ganz gut. Habe zwar immer wieder Blasenentzündungen und Nierenschmerzen, aber es ist auszuhalten. Meine Frage ist folgende: Ich hatte bereits einen Kaiserschnitt mit Komplikationen vor sieben Jahren und eine Uterusperforation nach einer Fehlgeburt vor vier Jahren. Nach dieser Perforation war ich ein halbes Jahr krank, am Ende sogar lebensbedrohlich, da sich ein Tumor(gutartig, entzündlich) gebildet hatte, und Darm, Blase und Gebärmutter durch Eiter zusammenklebten. Glücklicherweise wurde ich wieder gesund, und hatte nach der Entfernung des Tumors und des Eiters keine Probleme mehr. Nun bin ich erneut schwanger, und ein Arzt stellte fest, dass die Plazenta sehr tief sitzt (habe aber keine Blutungen), und dass die Gebärmutterhinterwand nur 4 mm dick ist. Er meinte, das Minimum seien 2 mm, also nicht völlig schlimm.
Verständlicherweise mache ich mir große Sorgen, möchte NIE mehr etwas an der Gebärmutter gemacht bekommen, aber auch nicht das Leben meines Kindes oder mein eigenes gefährden. Ich habe bereits festgestellt, dass Ärzte sehr unterschiedliche Meinungen haben., deswegen frage ich Sie. Wie schätzen Sie die Chance ein das Kind natürlich zu entbinden? Oder finden Sie, dass ich lieber gleich einen geplanten Kaiserschnitt machen sollte?
Ich möchte dazu sagen, dass ich zum Glück gläubig bin, und glaube dass ich mich entspannen kann und das Kind natürlich gebären kann. Aber wie gesagt, ich möchte kein Risiko eingehen, zumal ich ja ein Kind habe, was mich braucht.
Danke!

Antwort vom 09.08.2007

es ist schwierig auf Ihre Frage pauschal zu antworten..
Ihre Situation vor 4 Jahren hört sich schon sehr dramatisch an.
Ich kann es nicht beurteilen, aber es ist schon sehr ungewöhnlich, daß eine Ausschabung in solchen Komplikationen endet.
Es kommt sicher darauf an, wo die Perforation gewesen ist, natürlich auf den Sitz der Plazenta und natürlich, ob die Narbe extrem ausdünnt.
Sitzt die Plazenta nur annähernd vor dem Muttermund, ist eine normale Geburt unmöglich.
Ein Zustand nach Sectio ist normalerweise überhaupt kein Grund nicht eine normale Geburt anzustreben. Es sollte unter der Entbindung keine PDA gegeben werden, damit man frühzeitig Schmerzen an der Narbe spürt, falls diese nicht halten sollte.
Ich würde Ihnen vorschlagen, gehen Sie in aller Ruhe zu Ihrer Klinik, stellen Sie sich dort vor, mit allen Berichten, und bitten um ein ausführliches Geburtsgespräch. Machen Sie Ihre Bitte deutlich auf normalem Wege Ihr Kind zu bekommen und sprechen Sie in aller Ruhe über die Möglichkeiten und entscheiden Sie dann.
Solch ein Gespräch ist für Sie sehr wichtig, da Sie nicht einfach die primäre Sectio akzeptieren können, wägen Sie in aller Ruhe ab und fällen Sie dann eine Entscheidung.

Ich wünsche Ihnen viel Glück dabei!!

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