Themenbereich: Wochenbettdepression

"Postpartale Depression durch Stress?"

Anonym

Frage vom 05.08.2007

Liebes Hebammenteam!
Ich brauche ganz dringend Eure Hilfe! Ich weiß nicht mehr, was ich noch machen kann! Ich leide laut Frauenärztin an Postnatalen Depressionen hervorgerufen durch Stress. Ich weiß, dass Sie Recht hat, ich befinde mich aber in einer Situation in der sich der Stress nicht abbauen lässt! Das alles auszuführen, würde zu lange dauern. Momentan hasse ich mich und manchmal auch meine Kinder (3 Monate und 2,5 Jahre). Mein Mann hat keine Lust und Zeit mir die Kinder in dem Maße abzunehmen welches ich brauche um mich mal zu entspannnen. Ich könnte momentan ausrasten! Ich schwitze, hasse meinen hängenden und schwitzigen Busen. Hört sich recht ekelig an. Tut mir leid.) Ich habe noch immer Milch in der Brsut und deshalb ist der Busen so schwer. Ich habe nicht gestillt.
Ich habe richtige Hitzewallungen und soooo schlimme Agressionen und Herzrasen. Immer dann, wenn sich nur das kleinste Zeichen von Stress abzeichnet. Meine Hebamme hat mich zum Homöopathen verwiesen und mein Frauenarzt zum Psychiater. Aber ich will da nicht hin. Ich habe kein Auto und keine Zeit. Aber wenn ich nicht bald was gegen diese Agressionen nehme, dann passiert was... BITTE HELFT MIR!!!!!! Gibt es etwas was ich nehmen kann, was mich beruhigt? Johanniskraut wirkt zu langsam. Und bitte verweist mich nicht an jemand anders oder sagt, dass es an den Hormonen liegt, denn das nimmt mir auch nicht die Symptome, die mich so fertig machen. Ich habe immer wieder Angst vor dem nächsten Schub!! Was kann ich tun?????????
Liebe Grüße Stephanie

Antwort vom 07.08.2007

Ihre Beschreibung klingt so, als würden Sie tatsächlich dringend Hilfe benötigen, und zwar in mehrfacher Hinsicht: Einmal ist dringend Entlastung nötig. Vielleicht gibt es außer Ihrem Mann andere Personen: Mutter, Nachbarn, FreundInnen..., die Ihnen was abnehmen können? Zum anderen müssen Sie unbedingt körperlich durchgecheckt werden, denn Sie haben eindeutig die Symptome einer postpartalen Depression, außerdem aber auch Hitzewallungen, Schlafstörungen etc, was zB mit einer Schilddrüsenfunktionsstörung zusammen hängen kann. Das sollte dringend geklärt werden. Um die Milch in Ihrer Brust, die dort nach dem Abstillen längst nicht mehr sein sollte, kann sich Ihre Hebamme kümmern (oder Sie finden eine in unserer Hebammensuchmaschine, wenn Sie noch keine hatten). Sie sollten sich also an diese zwei Personen wenden: An die Hebamme (die kommt zu Ihnen ins Haus) und an Ihre Hausärztin/-Arzt wg der körperl. Untersuchung. Außerdem kann der Ihnen evtl eine Haushaltshilfe verordnen, die die Krankenkasse dann stellt und bezahlt; wenigstens für ein paar Stunden in der Woche zu Ihrer Entlastung. Zur Eigenbehandlung zusätzlich, aber bitte nicht anstelle der fachlichen Hilfe, kann ich Ihnen die Bachblüten "Olive" (gegen die Erschöpfung), "Crab apple" (wg des Ekels vor dem eigenen Körper) und "Walnut" (zur Eingewöhnung in die neue Lebenssituation) empfehlen; am besten lassen Sie sich eine Einnahmeflasche mit diesen 3 Blüten in der Apotheke zubereiten (Kosten zw 4-6 €). Mehr kann ich aus der Ferne leider nicht für Sie tun; ich hoffe, Sie finden die nötige Energie, um die ersten Schritte zu gehen, damit Ihnen geholfen werden kann. Alles Gute für Sie!!

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