Themenbereich: Gesundheit

"Erhöhter Blutdruck gefährlich für das Ungeborene?"

Anonym

Frage vom 09.08.2007

Hallo, liebes Hebammen-Team.
Ich bin in der 38. SSW und leide unter extremen Wassereinlagerungen in den Beinen und Händen. Nachts werde ich dauernd wach, weil meine Hände eingeschlafen sind, und tagsüber habe ich ständig ein starkes Kribbeln in den Fingern, und kann sie auch kaum richtig bewegen. Habe heute morgen Blutdruck von 151/88 gemessen. Meine Ärztin sagte mir schon, dass wir den Blutdruck beobachten müssten und dass es Folgen für das Baby haben kann, wenn er zu hoch ist. Nun meine Frage: Was kann ich tun, damit der Blutdruck wieder runter geht? Ich will nicht, dass das Baby geholt werden muss. Kann ich mit natürlichen Mitteln versuchen, die Geburt anzuregen? Immerhin hab ich noch fast drei Wochen bis zum Entbindungstermin und ich habe große Angst, dass dem Baby was passieren könnte, weil mein Blutdruck so hoch ist und die Ödeme immer stärker werden.
Vielen Dank für Ihre Antwort!

Antwort vom 10.08.2007

Hallo! Sie haben einen mittel(!)-erhöhten Blutdruck, der aber noch nicht so besorgniserregend ist (der untere Wert ist noch unter 90mm/Hg). Sie sollten öfter am Tag zu Hause messen und nicht nur bei der Ärztin, denn dort ist der Blutdruck meistens höher. Wenn der Druck so hoch wäre, dass eine akute Gefahr für Ihr Kind bestünde, so hätte Sie Ihre Ärztin schon ins Krankenhaus eingewiesen.
Sie sollten viel spazierengehen, 1-2 Mal in der Woche schwimmen, 2-3 Mal am Tag die Beine richtig hochlagern und unter der Dusche die Arme und Beine zum Schluß kalt abduschen. Sie könnten eine Flasche Mineralwasser mit etwas Kochsalz anreichern und diese über den Tag verteilt trinken. Ebenso sollten Sie öfter Eier essen (1 pro Tag) und andere Wasser treibende Nahrungsmittel (Tomate, Gurke,Spargel etc.).
Hilfreich bei starken Ödemen sind Stützstrümpfe.
Eine vermehrte Wassereinlagerung ist in den letzten 2-3 Wochen der Schwangerschaft normal (bei der einen mehr, bei der anderen weniger).
Ich denke, Sie müssen jetzt durchhalten. Vielleicht bringen die oben genannten Maßnahmen Erleichterung.
Auch eine natürliche Geburtseinleitung sollte von einer Hebamme betreut werden. Es sollte schon eine Notwendigkeit bestehen und Ihr Körper und das Kind sollten eine gewisse Bereitschaft zeigen, damit das ganze Erfolg hat. Alles Gute.
Cl.Osterhus

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