Themenbereich: Babyernährung allgemein

"Ernährung zu einseitig?"

Anonym

Frage vom 13.08.2007

Hallo liebes Hebammenteam.
Vielleicht könnt Ihr mir ein bischen meine Sorgen nehmen. Mein Sohn 18 Monate / ca. 10 Kg / 84 cm will nicht richtig essen.
(Hatte schon Probleme seit der Geburt, wollte seine Milch nicht und hat ca 45 Min für evtl. 90 ml. benötigt, genauso - -Theater gabs mit der Breieinführung) Er ist kerngesund. Schläft nachts durch ca. 12-14 Std. Schläft nachmittags nochmals ca. 2 Stunden und ist super aktiv. Mit seiner Entwicklung ist er auch weit voraus. Weint fast nicht und ist auch nicht zornig.
Zum Essen:
Er ist mit 18 Monaten immer noch Brei ohne Stücke. Alles in was Stücke sind spuckt er sofort wieder aus. Manchmal dreht er sich angeekelt weg vom essen mit einem Bäh. (Mit schlucken u.s. hat er keine Probleme) denn er liebt Käsepizza (nur kann ich ihm nicht jeden Tag Pizza geben.
vom Tisch mitessen möchte er nicht, obwohl er selbst mit dem Löffel ist. Manchmal ist er ein paar Obsttücke. Schluckt sie auch aber oft lutscht er nur den Saft raus. Sein Speiseplan:
- Er bekommt morgens um 9 Uhr Milch (200 ml)
- um ca. 10 Uhr ist er einen Yogurth mit Getreideringe (Cheerios , ich wohne in den USA) sowie ca. 100 Obstgläschen super fein püriert alles gemischt.
- zwischen 1 - 2 Uhr ist er 113 gr. Gläschen FleischGläschen mit Kartoffel. (Gemüse verweigert er) manchmal ist er auch gar nichts und geht gleich zum Mittagsschlaf. er bekommt da auch nochmal seine Milch ca. 140 ml. auf die er besteht.
Ohne Milch morgens mittags und abends gibts riesengeschrei.
-Wenn er aufwacht bekommt er wieder Yogurth mit Obstgläschen gemischt. Manchmal probiere ich auch Obststückchen mit reinzuschneiden. Aber das funktioniert nur ganz selten . oder er möchte Pudding. Falls er aber Mittag gegessen hat , möchte er manchmal nachmittags nichts essen. Sondern abends so um 6-7 Uhr.
Gläschen oder Yogurth oder Pudding od. Pizza. oder er ist nachmittags und abends nichts mehr.
Vorm Schlafen gehen bekommt er wieder seine Milch 200 ml. Zwischendurch ißt er gerne mal 2-3 Leibnizkekse mehr bekommt er von mir nicht oder seine Cherrios (Getreideringe keinerlei Zucker drinnen) ER trinkt täglich ca. 250 - 500 ml. Saftschorle 1:3 gemischt. (Wasser mag er nicht) Brot möchte er mitllerweile auch nicht mehr essen . Zusätzlich gebe ich ihm Vitamine mit Eisen in seine Milch (gibts hier extra für kleine Kinder)

Muss ich mir sorgen wegen seiner Ernährung machen ?
die zum einem ziemlich einseitig ist, dann isst er ja nur Brei ohne Stücke.Alles andere verweigert er. Suppen Käse Wurst Gemüse Fleisch etc.....ich hab glaub ich schon alles ausprobiert. isst er genug ? ich glaub er ist nämlich zu wenig im gegensatz zu anderen Kindern dazu das er auch noch so aktiv ist. Spielen ist ihm viel wichtiger, obwohl wir alle gemeinsam beim essen sitzen. Kinder in dem Alter essen doch eigentlich keinen Brei mehr. Er verweigert auch mein püriertes Essen . Was ich mal ausprobiert : habe ihm nichts zum essen zu geben. Ich dachte es wird schon kommen wenn er was will. Nix . Nur trinken. und dann am besten ins Bett. Das hat auch nicht funktioniert...und möchte ich auch nicht nochmal ausprobieren, sonst iss er mir nichts mehr. Manchmal gibt es auch Tage da ist er 1 Mahlzeit mehr nicht. Ich könnt heulen.....er braucht auch manchmal so so lange zum essen oder will nur 1 Löffel. Nur zwingen zum essen kann ich ihn nicht. ich lass ihn dann bei uns zuschauen und wir probierens oft dann Später nochmal.

Vielen DANK

Antwort vom 14.08.2007

Hallo,

es hört sich meiner Meinung bei Ihnen nach einem großen Konflikt zwischen Ihnen und Ihrem Sohn an.
Wenn er merkt, daß Sie ihm etwas anderes geben wollen, möchte er nicht mehr, je mehr Sie ihn drängen, desto weniger macht er es.
War vielleicht die ganze Fütterung ein zu großes Thema zwischen Ihnen?
Ich würde versuchen das ganze Thema etwas herunterzuspielen, ihm ohne Druck die verschiedenen Dinge anzubieten und ihn alleine ausprobieren lassen. Er wird bestimmt neugierig, wenn alle am Tisch sitzen und er vielleicht mit den Händen das Essen greifen kann. Versuchen Sie ihn dafür zu begeistern, ihn neugierig zu machen ohne ihn unter Druck zu setzen.
Sie schreiben, daß er ein aktiver kleiner Kerl ist, das ist doch wunderbar, also müssen Sie sich darüber keine Gedanken machen.
Das zweite Problem ist natürlich die viele Milch.
Er muß sich nicht um feste Nahrung bemühen, da er dauerns seine Milch bekommt.
Darüber holt er sich seine Grundbedürfnisse und ist zufrieden.
Reduzieren Sie langsam diese Milchmengen, ansonsten wird er nie die Notwendigkeit von fester Nahrung einsehen.
Probieren Sie es langsam, aber stetig, nicht mit der Brechstange, dann werden sich auch langsame Erfolge einstellen.

Viel glück und noch viel Spaß in den USA

Diekmann

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