Themenbereich: Beginn der Beikost

"Wie beginne ich mit der Beikost bei Neurodermitis?"

Anonym

Frage vom 04.01.2008

Hallo,
unsere Helena ist mittlerweile 5 1/2 Monate alt und hat vom Ki-Arzt die Diagnose einer leichten Neurodermitis bekommen. Allerdings hat sie "nur" einige rote Stellen an den Armen und am Hals, sie kratzt nicht, es scheint sie überhaupt nicht zu stören. So langsam habe ich aber den Eindruck als wenn sie von meiner Milch nicht mehr richtig satt wird, auch wenn wir essen, möchte sie gerne schon "zulangen". Nun habe ich ein bisschen Bammel mit der Beikost zu beginnen, da ich Angst vor einer Verschlimmerung ihrer Haut habe. Können Sie mir ein paar Tipps geben, mit welcher Kost ich beginnen soll? Welche Hersteller (Hipp, Alete etc.) bieten sich da am besten an? Und was halten Sie in diesem Fall von HA-Nahrung? Eine Stillberaterin hat mir empfohlen, erst einmal ein bisschen Kartoffel zu kochen und diese mit Muttermilch zu einem Brei zu vermengen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe und beste Grüße

Anja

Antwort vom 13.01.2008

Hallo,

das Ihre Tochter "nur" leichte rote Stellen hat, ist schon einmal gut, aber natürlich kann ich Ihre Sorgen verstehen, daß durch die Beikost ein Schub ausgelöst wird.
Alle Empfehlungen sagen, daß man auf jeden Fall 6 Monate stillen soll, das haben Sie doch wirklich geschafft. Ich denke, daß Sie die 6 Monate doch erreichen können und dann langsam mit Beikost beginnen.
Wichtig dabei ist es starke Allergene zu vermeiden, z.B. Kuhmilch, Eier, Haselnüsse, Fisch, Soja und auch Zitrusfrüchte.
Auch Weizen ist ein Allergen, deswegen sollten Sie für den Brei z.B. Reis und Gries verwenden.
Führen Sie bitte alle Gemüsen, Kartoffeln, Pastinake, Brokoli etc. alle nacheinander ein, ohne zu vermischen, damit Sie feststellen können, ob Ihr Kind evtl. auch auf wenig allergene Nahrungsmittel reagiert.
Falls Sie doch nicht mehr mit dem Stillen zurecht kommen sollten, dann können Sie eine HA Nahrung wählen, oder aber aus der Apotheke hydrolysierte Nahrung. Das hängt jetzt vom Schweregrad ab.
Auf jeden Fall, wenden Sie sich doch z.B. an die Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind, diese Gemeinschaften haben immer sehr hilfreiche Broschüren mit Tips für den Alltag und die Ernährung.

Viele Grüße

Diekmann

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