Themenbereich: Risikoschwangerschaft

"Kaiserschnitt oder Einleitung nach Totgeburt sinnvoll?"

Anonym

Frage vom 20.01.2008

nach einer glücklichen Geburt (2004) und einer Totgeburt in der 40. SSW 2006 bin ich inzwischen zum dritten Mal schwanger, am Ende der 35. Woche - errechneter Termin ist der 25.2.2008.
Nach der Totgeburt unserer Tochter wurde die Plazenta analysiert - die Endzotten waren nicht genügend ausgereift, so dass das am Ende noch einmal kräftig gewachsene Kind zwei Tage vor Termin erstickte - es hatte bis dahin ausgezeichnete CTG- und Wachstumswerte.
Nach einer Blutanalyse wurde bei mir in dieser Schwangerschaft ein leichter erhöhter Annexin V Wert festgestellt. Möglicherweise, aber nicht erwiesenermaßen, war diese Gerinnungsstörung auch schon der Grund für die Plazentainssufizienz. Seitdem spritze ich mir täglich Fraxiparin bzw. jetzt Innohep. Wöchentlich werde ich gedopplert, sowohl das Wachstum des Kindes als auch die Durchblutungswerte sind sehr gut.
Nun naht der errechnete Geburtstermin, aber auch die Zeit, in der unsere erste Tochter in meinem Bauch starb. Ich wünsche mir eigentlich eine natürliche Geburt, und mein Ideal ist, dass das Kind und mein Körper zusammen den idealen Zeitpunkt dafür finden. Aber natürlich will ich, wollen wir eine Totgeburt keinesfalls noch einmal erleben, Ideale hin oder her.
Und so sind wir mit uns am Ringen: WIe hoch müssen wir ein WIederholungsrisiko wirklich einschätzen? Was davon ist nur diffuse Angst? Wenn rein theoretisch ab der 38. Woche ein Kind reif ist - sollten wir dann nicht bei 38 + 0 versuchen, die Geburt einzuleiten? Oder direkt einen Kaiserschnitt? Was würde dagegen sprechen - außer meinem Bedürfnis, das Kind normal zur Welt zu bringen? Gibt es vielleicht noch andere Möglichkeiten, das Kind einigermaßen sicher bis zum natürlichen Geburtstermin hin zu bringen - eine noch engmaschigere Kontrolle zum Ende hin etwa?

Antwort vom 22.01.2008

Ihre Bedenken und Ihre Unsicherheit kann ich sehr gut verstehen:Einerseits zu wissen, dass eine natürliche Spontangeburt das Schönste wäre, andererseits aber auf gar keinen Fall nochmal ein Kind verlieren wollen, erzeugt breites Spektrum von Wünschen und Vorstellungen an den Geburtsverlauf. Im Moment sind die Vorzeichen ja äußerst günstig, Ihr Kind wird sorgfältig überwacht und es geht ihm gut, es ist schon in dem Alter, in dem es kein extremes Frühchen mehr wäre, sollte es jetzt zu früh kommen wollen oder müssen. Eine Garantie für eine reibungslose Geburt und ein gesundes Kind gibt keine der möglichen Entbindungsarten. Sie müssen auch nicht jetzt eine Entscheidung treffen, sondern können noch warten, wie sich die Dinge entwickeln. Ideal wäre ein spontaner Geburtstbeginn in der 38. SSW, vielleicht kommts ja dazu, wer weiß?! Bitten Sie für die ungefähr 37.SSW um einen ausführlichen Gesprächstermin bei Ihrer Gynäkologin, am besten zusammen mit Ihrem Mann, lassen Sie sich über die Möglichkeiten aufklären, die es gibt, sprechen Sie auch über natürliche Methoden der Geburtseinleitung, vielleicht wäre das ja ein sinnvoller Weg für Sie. Ich wünsche Ihnen alles Gute und -egal wofür Sie sich entscheiden - ein gesundes, süßes Baby!!

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