Themenbereich: Kinderwunsch allgemein

"Kann ich mit einem Uterus bicornis noch mal schwanger werden?"

Anonym

Frage vom 04.03.2008

Liebes Hebammenteam, ich habe folgendes Problem: Im Jahre 2000 wurde mein Sohn in der38. Woche per kaiserschnitt entbunden. Die Schwangerschaft war sehr problematisch- schon in der 24. Woche setzten Wehen ein, ich mußte bis zur 38. Woche unter Gabe starker Wehhenhemmer im Krankenhaus liegen. Man stellte dort einen Uterus Subseptus bzw Bicornis fest ( ich habe beide Diagnosen erhalten ...) und war der meinung das hinge damit zusammen. nach 3 Jahren war ich erneut schwanger und habe das Kind in der 17. Woche verloren. Inzwischen habe ich ein regelrechtes Trauma und bin so voller Panik, dass wir einen weiteren Versuch nicht gestartet haben. Mein Sohn wird schon 8, ich bin 35 Jahre alt und mein Kinderwunsch wird immer stärker. Zu allem Übel wohnen wir inzwischen in England und das englische Gesundheitsystem läßt mich völlig im Stich- ich habe keine Möglichkeit zur Voruntersuchung oder auch nur auf ein Gespräch. Der Hausartzt sagte mir nur dass mit meinem Alter und dieser Vorgeschichte die Chancen recht schlecht seien... Inzwischen bin ich gar nicht mehr so sehr davon überzeugt dass dieser lange KH aufenthalt hätte sein müssen, da sich mein Muttermund nie geöffnet hat und sich der Gebärmutterhals nicht viel verkürzt hatte. Aber das ist inzwischen wohl nicht mehr zu beurteilen. Fact ist, dass ich leider keine 14 Wochen im KH liegen kann, weil ich meinen Sohn versorgen muß. Können Sie mir irgendwelche Ratschläge geben, haben Sie irgendwelche Erfahrungen mit dieser Uterusfehlbildung, habe ich vielleicht einfach Pech gehabt und Fehlgeburten und Vorwehen müssen gar nicht sein, habe ich überhaupt noch eine Chance auf ein 2.Kind, gibt es irgendwelche alternativen Methoden, die mir gegebenenfalls bei Wehen helfen könnten? Kann es sein, dass die Wehen nur davon kamen, dass das Kind keinen Platz hatte, sie aber nicht gefährlich waren????
Wie gesagt, leider habe ich hier keine Möglichkeit mich beraten und begleiten zu lassen. Vielen vielen dank, ich weiß Ihre Hilfe sehr zu schätzen.
Alles Gute, mit Grüßen aus Oxford
Katie

Antwort vom 04.03.2008

Hallo, sowohl beim bicornis als auch beim subseptus gibt es verschieden starke Ausbildungen. Häufig ist es eine Zufallsdiagnose beim Kaiserschnitt und hat gar keine Auswirkungen auf die Schwangerschaft. Manchmal kann sich das Kind nicht richtig drehen, weil der Platz dazu fehlt und es nicht "um die Ecke" kommt. Wehenstörungen sind relativ häufig. Möglich ist auch, dass keine koordinierten Geburtswehen einsetzen. Zunächst einmal sind Sie ja ganz normal schwanger geworden und haben Ihr erstes Kind auch ausgetragen. Egal ob es eine Vorgeschichte wie die Ihre gibt oder nicht: es ist nie ausgeschlossen, dass es Komplikationen in der Schwangerschaft gibt. Wenn Sie schwanger werden, müssen Sie ein Stückweit akzeptieren, dass es sein kann, dass Sie in der Klinik liegen müssen. Allerdings ist es heute viel häufiger so, dass Aufenthalte nur kurz sind, weil es tatsächlich wenig Einflussmöglichkeiten gibt. Wenn ein Kind früher kommen will, dann kommt es auch. Verzögern lässt sich eine echte Frühgeburt nur bedingt. Eine Untersuchung vorab würde Ihnen nichts nützen, da sie keine Vorhersagekraft hat. Es ist genauso gut möglich, dass Sie nicht schwanger werden wie dass Sie eine ganz normale Schwangerschaft haben. Dass es grundsätzlich geht ist durch die erste Geburt sicherer bewiesen als es eine Untersuchung je feststellen könnte. Gegen vorzeitige Wehen gibt es sowohl auf naturheilkundlicher Babsis als auch schulmedizinisch einges. Sicher werden Sie dazu auch in unserem Archiv fündig. Manchmal muss man gegen die vorz. Wehehn aber auch gar nichts unternehmen außer vielleicht Magnesium nehmen. Wenn die wehen nicht muttermundswirksam sind ist dies der Fall und wie gesagt, sagen die Vorwehen wenig darüber aus, ob es tatsächlich zu einer rühgeburt kommt oder nicht. Ob Sie noch mal schwanger werden wollen, ist in erster Linie eine persönliche Entscheidung und weniger eine medizinische. Ihnen alles Gute, Monika

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