Themenbereich: Schwangerschaftsbeschwerden

"Angst bei Plazenta prävia"

Anonym

Frage vom 04.04.2008

Placenta Praevia
Hallo liebes Hebammenteam.
Ich war jetzt gerade sechs Tage im Krankenhaus aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung und leichter Blutung.
Gestern wurde ich entlassen mit der Aufforderung mich zu schonen.
Gestern war ich auch noch bei einer Nackenfaltenmessung, wo der ARzt meinte, mein Mutterkuchen sitzt zu tief, daher sei auch wohl die Blutung gekommen.
Was heißt das nun?
Kann es sein, das ich mein Kind dadurch verlieren kann?
Meine Frauenärztin hat mich heute enttäuscht, sie hat mich zwar für 12 Tage krank geschrieben und mir gesagt ich solle mich schonen.
Aber keinerlei UNtersuchung hielt sie für nötig.
Bei der Nackenfalenmessung war alles in Ordnung.
Ich habe solche Angst.
Was muss ich denn jetzt alles beachten?
Ist ein normales Leben nun nicht mehr möglich? Muss ich nur noch liegen?
Bitte um schnelle Antwort, ich bin so verzweifelt
Viele liebe Grüße

Antwort vom 06.04.2008

Hallo, wenn Komplikationen in der Schwangerschaft auftreten ist das meistens sehr beunruhigend und ängstigend. Viele Untersuchungen helfen da aber nicht, so dass es durchaus ok ist, wenn Ihre Ärztin Sie nicht noch mal zusätzlich untersucht hat. Da weder die Klinik noch Ihre FÄ die Blutung als bedrohlich eingeschätzt haben, gehe ich nicht davon aus, dass Sie Angst haben müssen das Kind zu verlieren. Häufig zieht sich die Plazenta im Verlauf der Schwangerschaft noch hoch und die Blutung hört wieder auf. Was unter "schonen" zu vestehen ist, hat eine breite Bandbreite. Sie können selbst einschätzen und auch probieren was Ihnen gut tut, wann die Blutung stärker wird und was Sie tun können ohne dass sich irgendwas ändert. Auf jeden Fall vermeiden sollten Sie schweres Heben, Sport und anderes, was eine außergewöhnliche Belastung darstellt. Auch dabei ist Ihr subjektives Empfinden wichtig und ob Sie eien Tätigkeit immer ausführen oder ob sie sozusagen neu ist. Das was Sie sonst auch tun ohne sich belastet zu fühlen, können Sie auch weiterhin tun. Genießen Sie die Zeit, die Sie nicht arbeiten müssen und tun Sie sich selbst und Ihrem Kind etwas Gutes. Konzentrieren Sie sich auf das Positive und sein Sie zuversichtlich, dass alles gut geht. Es gibt nichts was Sie aktiv tun könnten. Wenn es Ihnen schwerfällt sich zu entspannen und aus den ängstlichen Gedanken rauszukommen, können Sie auch Hebammenhilfe in Anspruch nehmen. Die Hebamme kommt nach Hause, Sie können alles in Ruhe besprechen und wenn nötig zeigt Sie Ihnen Entspannungsübungen.
Ich wünsch Ihnen alles Gute, Monika

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