Themenbereich: Beginn der Beikost

"Probleme bei Beikost-EInführung - Speikind-Problem?"

Anonym

Frage vom 30.05.2008

Liebes Hebammen-Team,
unsere Tochter hat sich mit etwa 4,5 Monaten (jetzt ist sie 5 Monate alt) sehr für unser Essen interessiert. Sie will seitdem auch mal aus einem Glas trinken oder versucht, einem das Essen wegzunehmen. Beim Frühstück bzw. Abendessen läuft ihr fast schon das Wasser im Mund zusammen, sie fängt zu kauen an und schimpft, wenn sie nicht eine Dinkelstange oder Brotrinde bekommt. Mir war es ganz recht, denn ich stille nicht gerne in der Öffentlichkeit und meine Große ist gerade beim Stillen immer sehr eifersüchtig. Habe dann mit der Beikost angefangen: Zuerst mit einem Karotten-Gläschen, eine Woche später mit Kartoffeln. Sie hat dann auch gleich angefangen sehr viel zu spucken (sie war bereits von Anfang an ein Speikind. Das Spucken hielt sich jedoch in Grenzen, nachdem ich keine Milchprodukte und Rohwurst mehr esse. Eine LaLechLiga Beraterin gab mir den Tipp, verdächtige Lebensmittel mal wegzulassen...). Ich dachte ich warte noch, vielleicht ist das normal bei Speikindern, dass sie auf diese Weise auf neues Essen reagieren. An dem Tag, als ich Kartoffel einführte, bekam sie abends ganz viele rote Pustelchen im Gesicht. Kann sie so schnell bereits auf die Kartoffeln reagiert haben oder kommt das Spucken und der Ausschlag von der Karotte? Ich habe beides seitdem nicht mehr gegeben. Sie war auch wenig begeistert davon. Nachdem ich nicht wusste, ob sie Gemüse einfach nur nicht mag oder sie doch lieber noch keine Beikost essen möchte, habe ich es mit einem Apfel-Gläschen versucht. Sie verträgt Apfel sehr gut. Allerdings gab es anfangs auch viel Geschrei. Mittlerweile geht es. Ich achte immer darauf, dass wir möglichst zur selben Zeit etwas essen, ist ihr anscheinend lieber. Wenn sie nicht zu müde oder hungrig ist, gibt es auch nicht viel Geschrei. Als nächste Mahlzeit möchte ich in zwei Wochen mit Pastinake beginnen. Hoffe sie mag jetzt noch Gemüse, nachdem sie bereits Obst bekommt. Habe manchmal auch das Gefühl, sie möchte lieber dasselbe essen, was wir haben. Soll ich ein 2. Gemüse einführen, Pastinake gibt es soviel ich weiß, auch nur mit Kartoffeln? Kann ich ihr überhaupt später beim Familienessen Karotten bzw. Kartoffeln anbieten? Wie sieht es mit Milchprodukten aus, die ich ja jetzt nicht esse, da sie ansonsten sehr viel spuckt? Darf sie diese später auch nicht essen?
Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen. Möchte mich noch dafür bedanken, dass sie mir bereits bei meiner ersten Tochter (4) mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben!
Viele Grüße und herzlichen Dank!

Antwort vom 02.06.2008

Wie Sie vorgehen, ist es ganz richtig: einzelne Lebensmittel ausprobieren, wenn sie nicht vertragen werden od unklare Rekatioen hervorrufen, erst mal weglassen. Führen Sie auch die Pastinake erst mal einzeln ein. Sie können mit der Zeit löffelchenweise ein wenig zerdrückte Kartoffel mit hineingeben. Wenn Ihre Kleine am liebsten das möchte, was auch die "Großen" auf dem Teller haben ist das ein gutes Zeichen: sie interessiert sich dafür und möchte keine "Extrawurst" haben! Je nachdem, was sich auf dem Teller der Großen befindet, kann sie das ja auch haben: ein paar gekochte Nudeln (die sie selbst mit den Fingern essen kann!), gekochte Gemüsestückchen etc. Wenn Sie die Befürchtung haben, dass Ihre Kleine keine Milchprodukte verträgt, können Sie, solange Sie noch stillen, diese noch weglassen. Ein Kalziumersatz, der meist gut vertragen wird, ist weißes Mandelmus (Bioladen), das Sie zB dem Obstbrei zufügen können. Buchtipp: Einmaleins der Babyernährung von Karen Meyer-Rebentisch. Alles Gute für Sie und Ihre Familie - schön, dass Sie eine so langjährige, treue Babyclub-Besucherin sind!

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