Themenbereich: Gesundheit allgemein

"Ist mein Sohn ein "Spätzünder" oder muss ich mir Sorgen machen?"

Anonym

Frage vom 10.06.2008

Liebe Hebammen,

heute war ich mit meinen Sohn beim Kinderarzt zur U6. Er wird in 3 Wochen ein Jahr alt und war bei der Geburt nur 2510g schwer und 47cm groß.
Die Ärztin meinte, dass sich in dem halben Jahr nicht viel bei ihm getan hat. Er krabbelt nicht und robbt auch nicht auf dem Bauch. Außerdem zieht er sich nirgends hoch und wenn er steht, wackeln seine Beinchen noch. Sitzen tut er ziemlich gut stundenlang, bis er sich irgendwann umkippen lässt. Am besten bewegt er sich aber auf dem Rücken fort, weil er einfach faul ist, wie alle sagen. Jedenfalls soll ich jetzt natürlich mit dem kleinen Mann zur Physiotherapie gehen - kann ja auch nicht schaden. Meiner Meinung nach macht er aber sowieso alles später. Der 1. Zahn kam mit 10 Monaten erst, mit dem Essen stellt er sich auch so komisch an, dass ich am besten alles pürrieren kann und eine ganz normale Stulle isst er auch jetzt erst, weil er vorher nie gekaut hat.
Wenn die Physiotherapie kein Erfolg bringt, muss mein Kind zur Diagnostik in das Krankenhaus und damit wurde ich dann so nach Hause geschickt heute. Was soll das denn bedeuten? Könnte mein Kind ernsthaft krank sein? Muss ich mir nun Sorgen machen? Ich bin völlig fertig, weil ich mein Kind schon nach der Geburt im Krankenhaus lassen musste. Und ist es schlimm, wenn ein Kind nie krabbelt und gleich losläuft?

Antwort vom 13.06.2008

Ich kann nicht beurteilen, warum Ihr Sohn sich langsamer entwickelt als Kinder im vergleichbaren Alter. Dass er nicht krabbelt/ robbt, sondern sich lieber auf dem Rücken liegend fortbewegt, kann z. B. die einfach Ursache haben, dass er selten auf dem Bauch liegt, sondern eher auf dem Rücken oder in einer Babywippe liegt, so dass er die Fortbewegung eben aus dieser Position entwickelt hat. Dass er noch kein Brot ist, finde ich nicht auffällig, das tun viel Einjährige noch nicht, das Kauen ist mit den paar Zähnchen einfach zu mühsam. Ich denke, ein/e erfahrene/r Physiotherapeut/in ist nun die richtige Adresse für Sie und Ihren Kleinen, vermutlich kann diese/r Ihnen helfen, die motorische Entwicklung Ihres Sohnes zu fördern. Sollten sich tatsächlich ernstzunehmende Entwicklungsstörungen od Erkrankungen herausstellen, ist die ausführliche Diagnosestellung im Krankenhaus der richtige Weg, aber so weit ist es ja erst mal noch nicht. Und sollte Ihr kleiner Schatz tatsächlich eine Weile stationär im Krankenhaus aufgenommen werden müssen, ist es selbstverständlich, dass Sie oder sein Vater ihn begleiten und rund um die Uhr bei ihm sein dürfen. Ich wünsche Ihnen alles Gute und eine nette, kompetente Physiotherapeutin, die Ihnen weiterhelfen kann!

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