Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Muss ich mit einer Fehlgeburt rechnen?"

Anonym

Frage vom 08.07.2008

Guten Tag!Mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, was ich denken soll! Kurz zur Vorgeschichte: 2004 und 2006 zwei Eileiterschwangerschaften, beide rechts, beim zweiten mal letzte Drittel vom Eileiter entfernt. 2005 Missed Abortion in 9.SSW mit Ausschabung, Februar 2008 Fehlgeburt in 6.SSW. Danach Ursachenforschung weg. Fehlgeburt, muß in nächster Schwangerschaft Heparin spritzen. Nun schwanger in 5+4 (letzte Regel 30.05.08)
Mo, 30.6. Termin bei Gyn. (Vertretung von meiner FÄ) im US nichts gesehen, kein Heparin verschrieben. Daraufhin bin ich am nächsten Tag zur anderen FÄ, weil ich dachte, das mit dem Heparin hat schon seinen Sinn! Dort Fruchthülle von 1,5 mm gesehen (1 Tag später!)
Wegen leichten braunen Schmierblutungen (und Panik wegen Vorgeschichte) bin ich am So, 06.07. (Abends)zum KH gefahren. Ergebnis, war ein bißchen altes Blut, nichts Schlimmes! US Fruchthöhe von 7,6 mm aber noch leer. Die Ärztin sagte mir, die Größe wäre normal und auch, daß noch nichts darin zu sehen ist! (5+2) Einen Tag später, also gestern morgen, regulärer Termin beim Gyn. Sie hat auf einmal nur noch 4,5 mm gemessen und meinte, ich soll mich besser noch nicht freuen! Sie sagte, eigentlich müßte sie in der Fruchthülle schon was sehen und außerdem gefällt ihr nicht, daß die Hülle so kreisrund ist! (War am vorabend oval). Hat Blut abgenommen und morgen 2. Bluttest um HCG zu erfahren. Eine ESS links kann auch noch nicht ausgeschlossen werden u. FG auch nicht. Was soll ich denn nun glauben?

Antwort vom 09.07.2008

Hallo, bei Ihrer Vorgeschichte ist es verständlich, dass Sie frühzeitig besorgt sind und möglichst viel erfahren wollen. Leider wird Ihnen das die gewünschte Gewissheit nicht bringen und gerade wenn verschiedene Untersucher tätig sind, kommt es bei so häufigen Untersuchungen zu Ergebnissen, die nicht zusammen passen. Ich würde Ihnen dringend raten zwischen zwei Untersuchungen per US und den Blutuntersuchungen mal mindestens eine Woche Zeit zu lassen. Sie können nichts verhindern und es gibt auch keine Maßnahme, die die Schwangerschaft so unterstützen würde wie Sie es sich wünschen. Eine Fehlgeburt würden Sie selbst merken und da in der Gebärmutter eine Fruchthöhle zu sehen war, handelt es sich auch nicht um eine Eileiterschwangerschaft. Es gibt keinen vernünftigen Grund außer Messfehler, dass die Fruchtblase von einem Tag auf den anderen so schrumpfen soll und es ist auch unwahrscheinlich, dass an einem Tag nichts zu sehen ist und am nächsten hat sich dann ein sichtbarer Embryo entwickelt.
Vielleicht sollten Sie sich eine Ärztin suchen, die etwas gelassener und unterstützender mit Ihnen umgeht. Es würde völlig ausreichen Ihnen das Heparin zu geben (wie indiziert es ist, kann ich nicht beurteilen, aber es ist immerhin eine Möglichkeit und schadet nicht) und ansonsten Geduld zwischen zwei Kontrollen walten zu lassen.
Ich wünsche Ihnen alles gute für eine intakte Schwangerschaft, Monika

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