Themenbereich: Stillen allgemein

"Wie lange dauert ein Wachstumsschub beim Baby?"

Anonym

Frage vom 28.12.2008

Hallo liebe Hebammen,

laut meiner Hebamme durchlebt mein 19 Tage alter Sohn gerade einen Wachstumsschub; konkret heißt das, dass ich in der u.a. in der Nacht von Freitag auf Samstag von 0.00 bis 2.30 und in der Nacht von Samstag auf Sonntag ebenfalls von ca. 23.00 bis 2.30 Uhr nonstop gestillt habe. Ich bin davon fix und fertig; auch tagsüber verlangt mein Sohn immer wieder die Brust. Ich habe das Gefühl, nur noch zu stillen. Ständig sitze ich mit entblößter Brust da. Er scheint sich bei mir nur zu beruhigen, wenn er an meiner Brust ist. Nachdem mein Mann mich heute Nacht hat weinen hören vor Erschöpfung und vielleicht auch Niedergeschlagenheit und der Angst, der Situation nicht gewachsen zu sein, hat er den Kleinen zu sich geholt, und da war er dann bis ca. 7.00 Uhr morgens ruhig.

Nun zu meiner Frage: Mache ich etwas falsch? Warum ist er bei mir nur ruhig, wenn er an meiner Brust liegt? (Stundenlang? und in immer kürzer werdenden Zeitabständen die Brust verlangend?) Oder ist das immer noch dem Wachstumsschub zuzuschreiben? Wie lange dauert ein solcher Wachstumsschub?

Wir sind erst am 24.12. aus der Klinik entlassen worden, nachdem zuerst mein Sohn von der Geburt sehr erschöpft war und in der Kinderklinik bleiben musste und nachdem ich kurz vor der Entlassung eine Mastitis bekommen habe; wir sind also erst 4 Tage zu Hause, aber ich bin jetzt schon fix und fertig und habe das Gefühl, dem ganzen nicht gewachsen zu sein. Was kann ich tun?

Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus!

Antwort vom 29.12.2008

Hallo,

erst einmal den herzlichsten Glückwunsch zu der Geburt Ihres Sohnes!
Diese ganzen emotionalen Hochs und Tiefs, die Sie sehr gut beschreiben sind leider oder gut so, ganz normal.
In den ersten Tagen fühlt man sich oft überfordert, man hat es sich anders vorgestellt, man ist unsicher, zusätzlich spinnen die Hormone, deswegen sind Sie so nah am Wasser gebaut...... Das ist alles völlig normal, lassen Sie diese Gefühle zu, und geben Sie sich bitte einfach auch Kredit, es ist Ihr erstes Kind, da ist es vollkommen normal in diesem Wust zu stecken. Stellen Sie sich bitte nicht unter auch innerlichen Druck, versuchen Sie zu akzeptieren, daß Ihr Junge auch mal anstregend ist und daß Sie auch nicht immer die Expertin sind.

Die Reaktion Ihres Mannes nachts, den Kleinen zu sich zu holen, fand ich super! Wenn man in diesem Teufelskreis ist, muss man entlastet werden, also geben Sie den Kleinen Ihrem Mann, oder schicken Sie ihn tagsüber einfach mal alleine spazieren, dann können Sie sich mal 2-3 Stunden erholen und danach sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.
Wichtig ist, nehmen Sie die Hilfe dankbar an, und machen Sie sich keine Vorwürfe, warum ist jetzt dort ruhig, warum nicht bei mir, bin ich eine schlechte Mutter.... Nein, sind Sie nicht, Sie riechen halt einfach nach Milch und das ist immer wieder der Reiz angelegt zu werden.
Freuen Sie sich, daß der Kleine jetzt fit wird, und der Schub wird in ein paar Tagen vorbei sein.
Sie brauchen Unterstützung, Ruhe, Schlaf, gutes Essen und Bestätigung, daß Sie alles gut machen.

In ein paar Wochen lachen Sie über sich und diese Tage, versprochen, lassen Sie sich von Ihrem Umfeld verwöhnen und alles wird gut.

Viel Spaß noch mit Ihrem kleinen Nimmersatt :)

Diekmann

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