Themenbereich: Milchfluss & Milchbildung anregen

"Was kann ich noch tun, um die Milchmenge zu steigern?"

Anonym

Frage vom 10.05.2009

Hallo,
ich habe folgendes Problem: Kurz nach der Geburt verlor meine Tochter (12 Wochen alt) mehr als 10% Gewicht (Geburtsgewicht 4030g), weswegen mir in der Klinik gesagt wurde, ich müsse sofort zufüttern (Pre-Nahrung) und außerdem statt anzulegen abpumpen. Zuhause habe ich mühsam mit Hilfe meiner Hebamme das Zufüttern bis auf ein Fläschchen am Abend reduziert und das Kind an die Brust gewöhnt. Allerdings bin ich immer noch sehr unsicher, ob die Milchmenge reicht. Die Kleine trinkt sehr schnell und hat einen kräftigen Zug, eine Brust leert sie in ca. 5 Minuten. (Wenn ich danach pumpe kommt tatsächlich keine Milch mehr.) Sie trinkt einmal nachts, dann morgens und beide Male ist sie danach satt und fröhlich. Bei allen weiteren Mahlzeiten (3-4 über den Tag verteilt) scheint allerdings viel weniger Milch vorhanden zu sein, die Brüste sind viel weicher, fühlen sich nicht so voll an und die Kleine ist nach dem Stillen meist unzufrieden und schreit. Ich habe ihr nun – sehr widerwillig – einige Male mittags zusätzlich ein Fläschchen gegeben und sie hat 165 ml getrunken, scheint also noch gehörigen Hunger gehabt zu haben.
Um die Milchmenge zu steigern versuche ich schon seit Wochen, sie häufiger anzulegen, da sie jedoch von Anfang an an Fläschchen gewöhnt war, wird sie sehr ungeduldig und zornig sobald die Milch nicht mehr so üppig fließt und sie mehr „arbeiten“ muß. Sie traktiert meine Brustwarzen, indem sie sie gut festhält und dann den Kopf nach hinten wirft, dabei schreit sie auch zornig. Das ist auf Dauer schmerzhaft und der Milchbildung wohl auch nicht zuträglich. Zusätzliches Abpumpen hat bisher auch noch nicht zu mehr Milch geführt. Gibt es noch irgendwelche Tipps, wie ich die Milchbildung anregen könnte, bzw. meine Tochter „überreden“ kann, etwas mitzuhelfen?
Für jeden Tipp wäre ich dankbar, da ich eigentlich vor hatte voll zu stillen und nun wohl immer mehr zufüttern muss wenn ich nicht bald mehr Milch produziere.
Ich muss allerdings dazu haben, dass ich nach der Geburt durch eine unvollständige Plazenta ca. 1,5 Liter Blut verloren habe (Hb-Wert lag bei 6,7) und man mir schon sagte, dass ich möglicherweise aus diesem Grund nicht genug Milch haben werde, da der Körper viel Kraft braucht um sich zu regenerieren. Allerdings ging es mir schon sehr bald viel besser und der Hb-Wert ist schon wieder bei 11,5.
Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Anonym

Antwort vom 13.05.2009

Hallo, Sie können mal ihre Schildrüsenwerte überprüfen lassen, da die auch Einfluss nehmen auf die Milchbildung. Milchbildend wirken viel Ruhe und Zeit mit dem Kind; insgesamt Stress meiden; Malzbier, Cashewkerne essen, Milchbildungstee mit Bockshornkleesamen; eine begleitende Stillberatung/Unterstützung; Geduld; häufiges Anlegen/Abpumpen.
Alles Gute, Barbara

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