Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Können schwere Gefühle eine Fehlgeburt auslösen?"

Anonym

Frage vom 13.08.2009

Liebes Hebammenteam,

vergangene Woche ist das Baby einer sehr guten Freundin im Alter von 8 Wochen gestorben (plötzlicher Kindstod). Morgen ist die Beerdigung, und eigentlich wollte ich hingehen. Ich habe selbst eine Tochter (20 Monate) und bin in der 31. SSW. Nun bin ich sehr verunsichert, weil eine andere Freundin meinte dass solch emotionaler Stress (es wird ja furchtbar traurig werden, zumal es ein Baby ist was gestorben ist) für mich und damit mein Baby schädlich wäre und im schlimmsten Fall eine Frühgeburt auslösen könnte. Wie sehen Sie das? Mir ist schon bewusst dass es eine Stresssituation wird, aber vor dem Gespräch war ich mir sicher dass ich das schaffe und habe in diese Richtung gar nicht gedacht. Bisher verlief meine Schwangerschaft vollkommen komplikationslos (wie die erste auch). Ich möchte natürlich meiner Freundin beistehen, und körperlich geht es mir ja gut. Können Sie mir bitte einen Rat geben? Es wäre super wenn recht schnell, weil die Beerdigung schon morgen ist (meine Hebamme vor Ort ist leider gerade im Urlaub). Herzlichen Dank!

Antwort vom 15.08.2009

Hallo,
ich halte das Frühgeburtsrisiko für sehr gering. Wenn es Ihnen wichtig ist Ihre Freundin zu begleiten würde ich das auch tun. Ihr ungeborenes Kind erlebt ja auch im Alltag ganz viele Gefühle, all diese Gefühle gehören zu einem Menschenleben und können auch nicht ferngehalten werden. Traurig und bewegt werden Sie auch sein, wenn Sie zu hause bleiben, die Beerdigung wird Sie so oder so in Anspruch nehmen. Ihr Kind nimmt dadurch ganz bestimmt keinen Schaden. LG Judith

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