Themenbereich: Stillprobleme

"Kann es sein, dass die Milch nicht reicht?"

Anonym

Frage vom 08.10.2009

Guten Abend,

meine 2 Wochen alte Tochter schreit abends oftmals längere Zeit. Baden oder mit dem Kinderwagen an die frische Luft haben nicht viel gebracht. Sie ist hellwach und will nicht schlafen. Heute hat sie den ganzen Tag geschrien. Ich bin mir nicht sicher ob die Muttermilch reicht, denn als ich sie gestillt habe, hat sie nur ca. 20-30 Minuten geschlafen anschließend war sie wieder wach und das Schreien ging von vorn los. Ich habe ihr vorgesungen, sie herumgetragen, sie auf die Brust gelegt, den Bauch mit Kümmelöl massiert, die Beinchen massiert nur der eingeschaltene Fön bringt kurzzeitig eine Auszeit. Jetzt habe ich ihr die Flasche gegeben (Pre Nahrung). Sie hat 40 ml getrunken und schläft jetzt. Meine Tochter ist mit der Geburt bis heute auch schon 2 cm gewachsen, sprich in 12 Tagen. Kann es sein das die Muttermilch nicht ausreichend ist. Heute war der schlimmste TAg, die Tage zuvor hat sie nach dem STillen gut 3 bis 4 Stunden geschlafen. Die Schreiattacken kamen dann immer nur abends. Die Nächte waren bisher auch ok. Stuhlgang war bisher täglich 1-2 mal, heute noch gar nicht aber nasse Windeln. Ich hab keine Ahnung was sie hat und hoffe sie können mir weiterhelfen.

Antwort vom 10.10.2009

Hallo! Ich denke, daß Ihre Tochter einen Wachstumsschub hat. Das bedeutet, daß Sie einen erhöhten Bedarf hat und das Angebot dadurch erhöht wird, daß Sie sie häufig anlegen. Das kann 2-3 Tage dauern, wo die Kinder sehr unruhig sind , wenig schlafen und häufig trinken wollen. Da Ihre Tochter vorher gut zugenommen hat, regelmäßig Stuhlgang hatte und gute Abstände zwischen den Mahlzeiten hatte, gehe ich nicht davon aus, daß die Milch nicht mehr reicht. Eine Unruhezeit von 2-3 Stunden am Abend ist normal.
Sie sollten vielleicht schauen, ob Sie sich selbst genug Pausen gönnen, Schlaf nachholen und regelmäßig essen und trinken. Vergessen Sie nicht, daß Sie noch im Wochenbett sind(6-8 Wochen nach der Geburt).
Wenn Sie jetzt häufiger zufüttern, so wird sich die Milch reduzieren.
Versuchen Sie Kontakt mit einer Hebamme aufzunehmen, die Sie im Wochenbett begleitet. Sie haben bis zum Ende der Stillzeit Anspruch auf Hebammenhilfe. Alles Gute.
Cl.Osterhus

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