Themenbereich: Milchfluss & Milchbildung anregen

"zu wenig Milch und Periode in der Stillzeit"

Anonym

Frage vom 26.11.2009

Hallo!
Bin echt verzweifelt, meine jüngste Tochter ist jetzt 10 Wochen alt und bei mir geht wieder langsam die Milch aus, genau wie bei meiner ersten Tochter. Den ersten Monat habe ich immer total viel Milch und ab dem zweiten Monat wirds dann immer weniger. Meine erste Tochter konnte ich nur 4 Monate stillen und im letzten Monat war kaum noch Milch da. Habe auch bei beiden Kindern meine Periode bekommen trotz stillen und mir ist aufgefallen, dass die Milch genau dann weniger wurde, als die erste richtige Periode einsetzte. Meine Tochter isst ca. alle 4 Stunden und wird nicht mehr richtig satt, was ich daran merke, dass sie sehr unruhig wird an der Brust und anfängt zu weinen. Nach dem Stillen trinkt sie dann noch mindestens 60 ml vom Fläschen. Ich wohne in Spanien und da gibts nicht so viel hömopatische Sachen wie in Deutschland. Momentan nehme ich gar nichts zur Stillhilfe ein. Würde wirklich gerne mindestens 6 Monate stillen und bin sehr traurig, dass ich das nicht hinbekomme...
Vielen Dank für jegliche Tipps!

Antwort vom 29.11.2009

Hallo!
Ich hoffe sehr, dass ich Ihnen mit meinen Tipps helfen kann, denn ich kann gut verstehen, dass Sie wirklich frustriert sind. Als erstes möchte ich Sie informieren, dass es an Ihrem Ort eine Grupo de apoyo de Lacatancia von der LaLecheLiga gibt. Es ist sicher eine gute Idee, diese zu kontaktieren und dort Unterstützung vor Ort zu erhalten. Vielleicht ist ein Brusternährungsset richtig und hilfreich für Sie und jemand kann Sie darin einführen!?
Der Zustand zu wenig Milch hat ganz verschiedene Ursachen. Ihre Beobachtung, dass insbesondere seit Beginn der Menses die Milchmenge abgenommen hat, kommt häufiger vor.
Dass überhaupt die Menses so früh nach der Geburt wieder einsetzt, hat ebenfalls versch. Ursachen. Das liegt an der Häufigkeit des Stillen, insbesondere, wenn keine oder nur eine Nachtmahlzeit! gestillt wird (ein durchschlafender Säugling stimuliert nicht ausreichend den sog. Prolaktinspiegel), wenn Säuglinge zugefüttert werden, wenn sie mit einem Nuggi beruhigt werden und natürlich an allen biochemischen individuellen Vorgänge in der Mutter.
Die meisten Frauen berichten, dass insbesondere in der zweiten Zyklushälfte und in den ersten 2-3 Mensestagen die Milchmenge geringer als normal ist. Normalerweise ist da das häufigere Anlegen ausreichend und hilfreich, aber manchmal braucht es mehr.

Die Einnahme von einer Kombination von Calcium/Magnesium hat sich hier vielfach bewährt. Ein Verhältnis von ca. 1500mg Calcium zu 750mg Magnesium bis runter auf 500mg Calcium zu 250mg Magnesium sollten die Tabletten oder Kapseln haben. Es braucht immer! die Kombination. Bitte informieren Sie sich. Stillberaterinnen IBCLC kennen sich auch aus mit Medikamenten, die den Prolaktinspiegel im Körper erhöhen. Dazu braucht es aerztliche Begleitung. Wenn Sie Vertrauen in die chinesische Medizin haben (TCM), dann haben auch Kräuteranwendungen eine positive Wirkung auf das Ungleichgewicht in Ihrem Körper. Forschen Sie nach einer Fachperson in Ihrer Nähe.

Kopf hoch: jeder einzelne Tropfen Muttermilch ist ein Geschenk von Ihnen für Ihr Kind.

Ich wünsche Ihnen alles Gute,
Inken Hesse, Hebamme


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