Themenbereich: Schlafen

"wenig Schlaf und nächtliche Wachphasen"

Anonym

Frage vom 30.11.2009

Liebes Hebammen-Team,

vielen Dank, dass Ihr hier so eine tolle Beratung macht.

Mein Frage betrifft das Thema Schlaf. Mein Sohn ist 7 Monate alt und schläft seit Geburt eher wenig und schlecht. Ich habe 6 Monate voll gestillt und nun haben wir das Mittagessen und den Abendbrei ersetzt. Er gedeiht gut, so gehe ich davon aus, dass die Milchmenge gereicht hat.

Es gibt bei uns vier M√∂glichkeiten des nicht Schlafens. Entweder schl√§ft er abends nicht ein (das war vor allem die ersten 3 Monate der Fall) - stillen und tragen bis zu 2 Std), oder er liegt nachts bis zu 3 Stunden wach und muss dann beruhigt oder besch√§ftigt werden, weil er sonst schreit und den gro√üen Bruder wecken k√∂nnte) oder er wacht st√ľndlich auf und l√§sst sich nur durch herumtragen (das macht mein Mann) oder stillen beruhigen. Manchmal ist die Nacht aber auch um 4.00 zu Ende. Seine Schlafenszeiten sind in der Regel: 19.30 bis 6.00. Dann von 9.00-11.00 (nach einer schlechten Nacht) sonst 9.00 bis 10.00. , 13.00-14.00 und 16.00 bis 16.30 Uhr. Insgesamt kommt er in guten Zeiten auf ca. 13 Std. in schlechten Zeiten auf ca. 10-11 Std Schlaf.

F√ľr mich ist die Situation langsam sehr erm√ľdend und ich w√ľrde gerne etwas √§ndern. Dazu sagen muss ich, dass mein Sohn zu den genannten Zeiten immer m√ľde ist. Er schl√§ft meistens alleine ein. Abends w√§re er oft schon eher m√ľde, wir legen ihn aber ungern vor 19.00 ins Bett, weil wir die Bef√ľrchtung haben, dass er dann zu fr√ľh wach ist. Vielleicht muss ich noch erw√§hnen, dass er bereits 6 Z√§hne hat und dass wir selten gute N√§chte haben in denen ich nur zwei Mal raus muss.

Ich hoffe, Sie haben einen Rat f√ľr mich. Vielen Dank.

Adelheid

Antwort vom 02.12.2009

Hallo, Adelheid!
Um den Schlaf eines Kindes zu beeinflussen, gibt es leider kein Patentrezept und die Entwicklungssch√ľbe im ersten Lebensjahr und nat√ľrlich das Zahnen bringen viel Unruhe rein. F√ľr die n√§chtliche Wachphase Ihres Kindes braucht es sicher ein konsequentes Verhalten; ich empfehle jede Form von Besch√§ftigung und Stimulation rauszunehmen. Vermitteln Sie √ľberzeugend, dass jetzt Nachtzeit ist und keine Spielzeit. Falls Ihr Kind nicht in Ihrem Zimmer schl√§ft, braucht es aber dennoch Ihre N√§he und Geborgenheit und ein Familienbett kann mehr Schlaf f√ľr alle bringen. M√∂glicherweise braucht Ihr Kind dennoch eine sp√§tere Einschlafzeit als 19:00. Falls der Grosse schon im Bett ist, findet er dann Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Je nachdem, wie der grosse Bruder Sie als Mutter tags√ľber beansprucht, holt sich vielleicht Ihr Kleiner nachts die Aufmerksamkeit. Den Alltag miterleben im Tuch oder Tragesack ist essentiell f√ľr S√§uglinge und Sie k√∂nnten ihn intensiv einspannen in die Abl√§ufe des Tages im Wechsel von Ruhe und Aktivit√§t. Denn der Tag beeinflusst den Nachtrhythmus. Haben Sie Vertrauen, dass diese Zeiten sicher vor√ľbergehen und finden Sie Entlastung f√ľr sich. Alles Gute, Inken Hesse, Hebamme

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