Themenbereich: Beginn der Beikost

"Einführung von B(r)eikost und zusätzliche Flüssigkeit"

Anonym

Frage vom 02.01.2010

hallo liebes hebammen-team...

mein sohn ist jetzt 6 monate alt und ich stille noch voll.ich will nächste woche mit dem ersten mittagsbrei anfangen.
wann muss ich anfangen ihm zwischendurch etwas zu trinken (saft,tee,wasser) zu geben und was soll ich ihm geben?
und soll ich schon mit einer trinklernflasche anfangen oder mit einer saugerflasche?
und wieviel flüssigkeit braucht er zusätzlich am tag?

fragen über fragen :-)

vielen dank und ein frohes neues jahr..

Antwort vom 04.01.2010

Hallo!
Mit Einführung der B(r)eikost gilt die deutliche Empfehlung weiter zu Stillen. Die Muttermilch ist nach wie vor die Hauptkalorien- und Eiweissquelle und behält ihren Wert mit den nützlichen Verdauungsenzymen (auch zur besserer Aufnahme von Eisen), den Vitaminen (auch Vit. C) und vielen wertvollen Mineralstoffen. Das bedeutet, dass Sie erstens gar nicht auf eine künstliche Säuglingsnahrung und somit auch nicht auf irgendeine Saugerflasche umsteigen müssen. Der erste Brei wird häufig erst löffelchenweise (sprich geringe Mengen) geschafft, darum ist es sinnvoll vorher oder nachher zu stillen. Damit erhält Ihr Kind auch die nötige Flüssigkeit. Ansonsten können Sie Ihrem Kind Flüssigkeit (vorzugsweise Wasser oder dünnen Tee) auch schon aus dem (normalen) Becher anbieten und es daraus trinken lernen lassen, aber auch andere unkomplizierte Trinkflaschen sind nützlich ausser Haus. Je nach (wässriger) Beschaffenheit der Breie braucht Ihr Kind einige Schlucke zusätzlich bis zu ca. 200ml zu den Breien. Die Konsistenz des Stuhlgangs verändert sich und entsprechend merken Sie, ob Ihr Kind ausreichend Flüssigkeit erhält. Der Beginn der Breikost gestaltet sich am Besten mit einer (vorzugsweise saisonalen) Gemüsesorte (Kürbis, Karotte, Fenchel, Pastinake u.a.). Schonend gedünstet und nach 2-3 Tagen mit Ölbeigabe kann Ihr Kind das „löffeln“ lernen und erhält somit auch eine immer grösser werdende Menge, die irgendwann eine Milchmahlzeit ersetzt. Vom Saugbedürfnis her geniessen die Kinder aber auch danach noch einige Schlucke an der Brust, denn schliesslich will diese neue Erfahrung auch verarbeitet werden.
Toll, dass Sie es geschafft haben so lange zu stillen. Davon werden Sie und Ihr Kind noch über lange Zeit hinaus profitieren. Ihnen auch ein
Frohes Neues Jahr,
Inken Hesse, Hebamme

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