Themenbereich: Milchfluss & Milchbildung anregen

"Wie Milchbildung wieder anregen?"

Anonym

Frage vom 13.01.2010

Guten Tag!

Vor 4 Wochen kam unser jüngster unerwartet als Frühchen zur Welt (28. SSW). Während des stationären Aufenthalts hatte ich schon ein bisschen Kolostrum und auch daheim klappte das abpumpen sehr gut.

Doch dann machte ich aus Unwissenheit einen großen Fehler-ich nahm wg. schmerzender Brust (was mir bei meinem mittleren sehr gut geholfen hat) und dann auf anraten des Apothekers Phytolacca D 6-nach literweise Stilltee,Schüsslersalze, Stillöl, öfterem abpumpen, Sekt, schwarzes Bier, Malzkaffee kommt einfach immer weniger Milch-jetzt fast nur mehr ein paar Tropfen.

Ich bin verzweifelt und weiß nicht, wie ich meinem Körper die Info von phytolacca wieder entziehen kann-möchte meinen kleinen doch so gerne stillen wenn er stark genug ist-gerade er bräuchte doch diese Stillbeziehung noch mehr als ein am Termin geborenes Kind.

Habe von diesem Spray gehört-könnte der helfen?oder ein anderes Medikament!

Ich hoffe, sie können mir weiterhelfen.Danke schon mal im voraus. liebe grüße Ines

Antwort vom 14.01.2010

Hallo!
Als erstes möchte ich Ihnen raten, eine Still-und Laktationsberaterin IBCLC in Ihrer Umgebung zu kontaktieren. Diese kann mit Ihnen zusammen beraten, was zur Anregung der Milch wirklich hilft und Struktur in die einzelnen Massnahmen und Überblick bringen. In einer so verzweifelten Situation wie der Ihren ist es sehr verständlich, dass Sie alles auf einmal „anregen“ wollen, aber es ist nicht der Sekt noch das schwarze Bier und auch nicht täglich „literweise“ Stilltee, die effektiv helfen. Es sind strukturiertes Abpumpen mit den richtigen Hilfsmitteln, Brustmassagen, einzelne Präparate (ein Beispiel ist der Bockshornkleesamen), Reduktion von Stress und Förderung von Entspannung. Mein erster Gedanke ist, dass Sie, wenn es irgend geht, einfach einen ganzen Tag Abstand haben sollten, um frischen Mutes an die Milchanregung zu gehen. Schliesslich werden Sie auch sonst noch einiges zu verdauen haben durch die zu frühe Geburt Ihres Kindes. Wenn ich richtig vermute, haben Sie Ihre anderen Kinder gestillt. Darum kann ich mir gut vorstellen, dass mit Unterstützung Sie wieder in die Milchbildung kommen. Wenn es wirklich eine Gegenmittel (Antidot) zu Phytolacca braucht, brauchen Sie dafür ganz sicher eine/n fundierte/n HomöopathIn. Leider ahne ich nur, was für ein Spray Sie meinen; für das Auslösen des Milchspendereflexes gab es früher Oxytocin-Nasenspray (welches nicht mehr frei verkäuflich im Handel ist). Damit floss die Milch leichter, insbesondere, wenn es um das Pumpen ging. Eine Stillberaterin kann mit Ihnen weitere Mittel (warme Nackenauflagen, anregende Rückenmassagen etc.) besprechen zum besseren Auslösen des Spendereflexes, denn insbesondere Stress und auch körperliche Anspannung kann den sehr behindern.
Toi, toi, toi, das wird schon wieder,
alles Gute wünscht Ihnen Inken Hesse, Hebamme


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