Themenbereich: Fruchtbarkeit beeinflussen

"Hormonpräparate bei Gelbkörperschwäche?"

Anonym

Frage vom 28.02.2010

Liebes Hebammen-Team.

Tut mir leid der Text wird etwas länger, ich hoffe Sie werden sich trotzdem die Mühe machen ihn zu beantworten.
Ich bin 25 Jahre alt, habe Normalgewicht, nehme seit Jahren nicht mehr die Pille.
Mein Zyklus ist immer zwischen 21 und 25 Tage lang. Die zweite Zyklushälfte ist 9-10 Tage lang. Und das schon seit ich das erste mal meine Periode hatte.
Nachdem ich 5 Monate nicht schwanger wurde, habe ich Mönchspfeffer genommen und wurde im dritten Zyklus mit Mönchspfeffer schwanger. Dann hatte ich aber leider eine Missed Abortion in der 9. Woche mit Ausschabung. Das war meine erste Schwangerschaft.
28 Tage nach der Ausschabung bekam ich wieder meine Periode ( acht Tage nach meinem Eisprung). Dann habe ich wieder angefangen Mönchspfeffer zu nehmen. (Seit 1 Zyklus) Außerdem noch Himmbeerblätter- und Frauenmanteltee. Und wieder ist meine zweite Zyklushälfte nur 10 Tage lang.
Außerdem habe ich immer einen geringen Temperaturanstieg (insgesamt 0,4 Grad und vorallem sehr langsamen Anstieg über 4 Tage um 0,1 Grad)
Aus diesen Gründen bin ich mir sicher, dass ich eine Gelbkörperschwäche habe. Ich möchte jetzt auf jedenfall Hormone nehmen. Meine Frage wäre jetzt, ob Sie es sinnvoll finden in der ersten Zyklushälfte Clomifen zu nehmen (ich habe immer einen Eisprung, so wie ich das verstanden habe nimmt man das ja um einen Eisprung auszulösen, das ist bei mir ja nicht nötig) oder nimmt man es auch um bessere Folikel zu bekommen?
Oder soll ich lieber in der zweiten Zyklushälfte Progesteron nehmen? Kann es sein, dass sich dann eine "unausgereifte" Eizelle( da sie ja in der ersten Hälfte bei mir nicht richtig reifen) in eine künstlich (durch Progesteron) aufgebaute Schleimhaut einnistet, und es dann über kurz oder lang wieder zu einer Fehlgeburt kommt? Oder verstehe ich da was falsch?
Kann ich Mönchspfeffer und die Tees auch mit Hormonen kombinieren?
Vielen lieben Dank für Antworten auf meine Fragen.

Antwort vom 02.03.2010

Eine Eizelle nistet sich dann ein, wenn sie entsprechend weit entwickelt ist, "unausgereifte" EZ nisten sich nicht ein, so wie sich eben manchmal auch ensprechend weit entwickelte EZ im Morulastadium noch im Eileiter befinden und sich dort einnisten. Es ist einfach an einem bestimmten Punkt der Entwicklung das "Einnisten" programmiert, das dann stattfindet - wenn sich das Ei überhaupt so weit entwickelt.
All die Medikamente, die infrage kommen, sind verschreibungspflichtig, daher müssen Sie auf jeden Fall zu Ihrer FÄ und die Lage mit ihr besprechen. Dabei ist sicher von Vorteil, dass Sie schon über länger Zeit Buch geführt haben, so kann schnell gezielt eine Therapie (vermutlich mit Clomifen) eingeleitet werden. Die Einnahme von naturheilkdl Präparaten ist dann nicht mehr nötig. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

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